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Mitteldeutschland DHB prüft AfD-Kandidatur des sächsischen Handball-Chefs
Region Mitteldeutschland DHB prüft AfD-Kandidatur des sächsischen Handball-Chefs
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17:04 23.05.2019
DHB-Präsident Andreas Michelmann äußerte sich am Donnerstag gegenüber dem Deutschlandfunk. (Archivfoto) Quelle: dpa
Leipzig

Nach Bekanntwerden der AfD-Kandidatur von Sachsens Handball-Chef Uwe Vetterlein will sich der Deutsche Handball-Bund (DHB) in der kommenden Woche mit dem Thema befassen. Das berichtet der Deutschlandfunk am Donnerstag. Wie DHB-Präsident Andreas Michelmann gegenüber dem Radiosender erklärte, habe ihm Vetterlein in einem Telefonat vorgeschlagen, dass das DHB-Präsidium in seiner Abwesenheit über seinen Fall beraten solle. Dieser Vorschlag sei akzeptiert worden.

Michelmann erklärte weiter, der Handball-Verband sei politisch neutral, es sei aber niemandem verboten, sich in einer Partei zu organisieren – solange diese auf dem Boden des Grundgesetzes stehe. „Und da kann man bei der AfD unterschiedlicher Meinung sein“, so Michelmann im Deutschlandfunk.

Leipziger rebellieren gegen AfD-Kandidatur

Uwe Vetterlein, seit 2007 Präsident des Handball-Verbands Sachsen (HVS), wird am kommenden Sonntag im Dresdner Wahlkreis 4 für die AfD antreten. Vor allem unter den Handballern in Leipzig hat dieser Umstand scharfe Kritik ausgelöst. In einem offenen Brief an alle Handballer im Freistaat, der auch der Leipziger Volkszeitung vorliegt, protestiert die Spielbezirksleitung der Messestadt gegen Vetterleins Kandidatur für die Rechtspopulisten.

Die Leipziger werfen ihm vor, seine Neutralitätspflicht zu verletzen. „Das offene Bekenntnis zu den nationalistischen, diskriminierenden und antidemokratischen Positionen und die Nutzung der populistischen Phrasen ist mit dem Amt des Präsidenten des HVS nicht vereinbar und schädigt das Ansehen des HVS und der Reputation der sächsischen Handballer“, heißt es dazu im Brief. Die Leipziger kündigten zudem an, aufgrund der AfD-Verbindungen künftig nicht mehr mit dem HVS-Präsidenten zusammenarbeiten zu wollen.

Uwe Vetterlein selbst hatte am Mittwoch gegenüber der LVZ bestätigt, Kenntnis vom Schreiben zu haben. Bis zur Veröffentlichung einer Entscheidung des sächsischen Verbands-Präsidium am kommenden Freitag, könne er dazu allerdings keine Stellung beziehen.

Von Matthias Puppe

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