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Mitteldeutschland Sachsen lockert Ausgangsbeschränkung – Schulen öffnen teilweise ab Montag
Region Mitteldeutschland Sachsen lockert Ausgangsbeschränkung – Schulen öffnen teilweise ab Montag
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22:00 15.04.2020
Sachsen Regierung lockert schrittweise die Corona-Regelungen. Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/
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Dresden

Die bisher in Sachsen geltende strenge Ausgangsbeschränkung wird zum Montag aufgehoben. Stattdessen gelte künftig eine Kontaktbeschränkung, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nach einer Kabinettssitzung am Mittwochabend in Dresden. Damit könne zu den Menschen aus dem eigenen Haushalt dann auch Kontakt zu einer anderen Person aufgenommen werden. Kretschmer lobte das bisher verantwortungsbewussten Verhalten der Bürger. Diese mache diese vorsichtigen Schritte möglich. Der Regierungschef appellierte, die erreichten Erfolge nicht zu gefährden.

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„Wir haben es geschafft, dass die Zahl der Infektionen nicht weiter gestiegen ist“ so Kretschmer. Die Krankenhäuser in Sachsen hätten weiterhin Reserven.“ Nun habe man die Möglichkeit, darüber zu sprechen, welche Erleichterungen es geben könnte. Das Virus sei weiter in der Welt, sagte Kretschmer. „Es ist nach wie vor ein tödliches Virus.“ Daher müssten die Schritte maßvoll sein. „Ich denke, wir sind auf einem dünnen Eis.“

Schulen öffnen für Abschlussklassen

Ab kommenden Montag sollen die Schulen für Schüler aller Abschlussklassen wieder öffnen. Das entschied das Kabinett am Mittwoch nach einer Abstimmung auf Bundesebene. „Wir wollen damit den Schülern, die kurz vor ihren Prüfungen stehen, die Chance geben, sich auf ihren Abschluss gezielt vorzubereiten“, erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Die Regelung gilt für Gymnasien, Berufliche Schulzentren, Oberschulen und Förderschulen gleichermaßen.

„Ein regulärer Unterricht findet nicht statt. Im Vordergrund stehen die Vorbereitungen auf die Abschlussprüfungen“, hieß es. Zunächst dürfen auch nur die Lehrerinnen und Lehrer an die Schulen zurück, die zur Vorbereitung auf die Prüfungen gebraucht werden. Erst ab dem 22. April beginnt die eigentliche Prüfungsvorbereitung. Die Abiturprüfungen sollen wie geplant laufen. Konsultationen sind ab dem Montag möglich. Für den eingeschränkten Schulbetrieb gelten strenge Hygiene- und Abstandsregeln.

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Agrarminister Wolfram Günther (Grüne) hat die Lockerung der Maßnahmen in der Corona-Krise verteidigt. Es sei immer um die Verhältnismäßigkeit gegangen, sagte er am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Dresden. Man wolle nun die kommenden zwei Wochen betrachten, um maßvoll entscheiden zu können. Es gehe nicht darum, als Staat dem Menschen Dinge zu verbieten. Man müsse immer die Folgen der Entscheidungen im Blick behalten. Günther kündigte in diesem Zusammenhang Lockerungen bei Garten-und Baumärkten an. Es gehe um Produkte, die jetzt verkauft werden müssten

Köpping: Über Mundschutzpflicht werde noch diskutiert

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hat angesichts moderater Lockerungen der Corona-Maßnahmen zur weiteren Einhaltung der Abstands- und Hygienevorsichtsmaßnahmen aufgerufen. „Wir müssen aufpassen, dürfen nicht leichtsinnig sein“, sagte sie am Mittwochabend in Dresden nach einer Telefonkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise.

Über eine Mundschutzpflicht werde noch diskutiert, so die Ministerin. Köpping empfiehlt auf jeden Fall das Tragen von Masken oder eines Gesichtsschutzes wie Schals. „Halten Sie in Bus und Bahn sowie beim Einkaufen einen Mindestabstand von 1,5 Metern“, appellierte sie. Die relativ stabile Entwicklung bei den Corona-Infektionen und den Genesenen mache die Abkehr von den Ausgangsbeschränkungen möglich. „Wir müssen aufpassen, dürfen nicht leichtsinnig werden.“

Von LVZ

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