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Mitteldeutschland Corona-Krise: Weniger Verbrechen und Verkehrsunfälle in Sachsen
Region Mitteldeutschland Corona-Krise: Weniger Verbrechen und Verkehrsunfälle in Sachsen
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07:37 28.03.2020
Laut Polizei hat die Corona-Pandemie positive Auswirkungen auf die Kriminalitätsrate in Sachsen. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Dresden

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie haben in Sachsen kurzfristig zu weniger Straftaten und Verkehrsunfällen geführt. Grundsätzlich sei die Anzahl der polizeilich erfassten Einsätze zur Zeit rückläufig, wie die Polizei Sachsen mitteilte. Eine belastbare statistische Auswertung des Kriminalitätsaufkommens in dieser Zeit stehe allerdings noch aus.

Corona-Krise: Neue Deliktbereiche in Sachsen

Dass die derzeit geltenden strengen Ausgangsbeschränkungen langfristig zu einem Rückgang der Kriminalität führen, erwartet die sächsische Polizei jedoch nicht: Einzelne Delikte könnten weniger häufig begangen werden, andererseits würden sich neue Deliktbereiche ergeben. Derzeit erarbeite das Bundeskriminalamt (BKA) Prognosen und Empfehlungen zu Einsatzschwerpunkten der Polizei unter den Bedingungen der Corona-Krise.

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So warnt das BKA beispielsweise vor Cyber-Kriminellen, welche unter anderem mit falschen Spendenaufrufen die Unsicherheit in der Bevölkerung ausnutzen. „Aktuell verbreitet sich eine Vielzahl falscher Meldungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus“, teilte eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes auf Anfrage mit.

Coronavirus-Pandemie: Supermärkte fordern Wachleute an

Auch private Wachfimen spüren die Auswirkungen der Corona-Krise: Im Bereich Veranstaltungssicherheit sei zwar das komplette Geschäft weggebrochen, teilte Sprecherin Silke Wollmann des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW) mit. „Aber es gibt auch neue Bereiche – wie die Bewachung von Krankenhäusern.“ Auch Supermärkte würden verstärkt Wachleute anfordern. Dies gelte nicht nur für Sachsen, sondern deutschlandweit.

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Von RND/dpa