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Mitteldeutschland Fast 50 Sachsen saßen mit Corona-Patient im Bus – Testergebnisse am Montag erwartet
Region Mitteldeutschland Fast 50 Sachsen saßen mit Corona-Patient im Bus – Testergebnisse am Montag erwartet
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13:30 04.03.2020
Kübra Yilmaz und Canan Emcan, Krankenschwestern der Infektionsstation der Uniklinik in Essen, betrachten vor einem Krankenzimmer in Schutzkleidung und hinter einer Atemmaske zwei Abstrichröhrchen und den dazu gehörenden Virologieschein. Quelle: Bernd Thissen/dpa
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Leipzig/Hannover

Der im Raum Hannover bestätigte Corona-Patient hat zuvor in einem Reisebus mit dutzenden Sachsen gesessen. Der 68-Jährige sei gemeinsam mit seiner Frau als Teil einer Reisegruppe im Urlaub in Norditalien gewesen.

46 Reiseteilnehmer kommen aus dem Freistaat, 34 davon aus dem Landkreis Sächsische Schweiz. Das teilte das dortige Landratsamt am Montag mit. Unklar ist noch, wo die zwölf weiteren sächsischen Touristen aus der Busreisegruppe stammen.

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Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann bekräftigte gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, es müssten schnell die möglichen Übertragungen überprüft werden.

Teilnehmer aus Sachsen sollen getestet werden

Ein Sprecher des sächsischen Sozialministeriums bestätigte LVZ.de, dass die sächsischen Behörden mit ihren Kollegen aus Niedersachsen in Kontakt stehen. Die jeweiligen Gesundheitsämter seien informiert worden und würden nun Kontakt mit den Menschen aufnehmen und gegebenenfalls Corona-Virus-Tests organisieren. Ausgewertet werden die Tests in der Landesuntersuchungsanstalt in Dresden. Die Ergebnisse sollen laut Sozialministerium am Montag vorliegen. Bis dahin stehen die Menschen unter häuslicher Quarantäne.

Bisher kein bestätigter Fall in Sachsen

In Sachsen gibt es nach aktuellem Stand keine Infektion mit dem Corona-Virus. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) rief die Bevölkerung am Freitag in einer Videobotschaft dazu auf, Ruhe zu bewahren. Es gelte vorsichtig zu sein, aber keine Panik zu schüren. Hamsterkäufe seien unnötig. „Sie brauchen keine Einkäufe zu machen, die über das normale Maß hinausgehen“, betonte sie. Ein Verdachtsfall aus dem Landkreis Leipzig bestätigte sich nicht. Gleiches gilt für eine Vermutung aus Görlitz.

Dem Erkrankten im Raum Hannover gehe es gut, er befinde sich in häuslicher Quarantäne. Gleiches gelte für seine Ehefrau, obwohl sie bisher keine Symptome zeige.

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Von jhz/luc