Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Chemnitzer Oberbürgermeisterin verzichtet auf weitere Kandidatur
Region Mitteldeutschland Chemnitzer Oberbürgermeisterin verzichtet auf weitere Kandidatur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:50 10.09.2019
Barbara Ludwig (SPD), Oberbürgermeisterin von Chemnitz, tritt nicht noch einmal an. Quelle: dpa
Chemnitz

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig verzichtet 2020 auf eine weitere Kandidatur als Stadtoberhaupt. „Zu einer starken Demokratie gehören Kontinuität, aber auch Veränderung. Deshalb ist es an der Spitze der Stadt nach 14 Jahren Zeit für einen Wechsel“, erklärte die 57 Jahre alte Sozialdemokratin am Dienstag in Chemnitz. Nach mehr als 20 Jahren in öffentlichen Ämtern wolle sie mit Ablauf ihrer Amtszeit anderen Dingen in ihrem Leben mehr Platz geben.

14 Jahre Amtszeit

Ludwig ist seit 2006 Oberbürgermeisterin in Chemnitz. Zuvor war sie von 2004 bis 2006 Ministerin für Wissenschaft und Kunst in Sachsen. Bei ihrer letzten Wahl zum Chemnitzer Stadtoberhaupt hatte Ludwig 63,8 Prozent der Stimmen erhalten.

In Chemnitz war am 26. August 2018 am Rande des Stadtfestes ein 35 Jahre alter Deutsch-Kubaner im Streit erstochen worden. Der tödliche Vorfall löste eine Reihe ausländerfeindlicher Proteste in der Stadt aus, die bundesweit für Aufsehen sorgten. Zudem führte die politische Bewertung der Proteste zu einer Krise in der Bundesregierung und zur Versetzung von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen in den einstweiligen Ruhestand.

Von wütender Menge niedergebrüllt

Kurz nach dem tödlichen Zwischenfall sind Ludwig zusammen mit Ministerpräsident Michael Kretschmer beim Chemnitzer FC aufgetreten und wurden von einer wütenden Menge niedergebrüllt.

Was voriges Jahr passiert sei, sei ein schlimmes Verbrechen gewesen. Die Stadt habe auch großen Schaden genommen durch die Bilder, durch die Vereinnahmung durch rechte Kräfte, sagte Ludwig im vergangenen August bei einem Bürgerfest.

Von LVZ