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Mitteldeutschland Bürgermeisterin: Rückkehr der 16-Jährigen aus Irak unklar
Region Mitteldeutschland Bürgermeisterin: Rückkehr der 16-Jährigen aus Irak unklar
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09:08 23.07.2017
Dieses Foto soll die Festnahme von Linda W. durch irakische Kämpfer zeigen. Quelle: Archiv
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Pulsnitz

Die Rückkehr der im Irak aufgetauchten 16-Jährigen aus Pulsnitz in ihre sächsische Heimat ist nach Darstellung von Bürgermeisterin Barbara Lüke (parteilos) derzeit nicht absehbar. Zunächst sei sie erleichtert, dass die vermisste Schülerin nun gefunden worden sei. „Man muss abwarten, es wird jedoch nicht so sein, als wäre nichts passiert“, sagte Lüke am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie wisse auch nicht, ob die Eltern möglicherweise den Ort verlassen werden. Anfeindungen gegen sie habe es nicht gegeben, betonte die Bürgermeisterin.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte am selben Tag mitgeteilt, dass die mutmaßliche IS-Kämpferin identifiziert sei und von der deutschen Botschaft konsularisch betreut werde. Sie war im Sommer vergangenen Jahres verschwunden.

Die Familie habe sehr zurückgezogen gelebt, sagte Lüke, Sie sei im Ort kaum präsent gewesen. Die Hinwendung der 16-Jährigen zum Islam sei an der Schule registriert worden, zum Beispiel an der Kleidung. Deshalb habe es auch Gespräche mit dem Schulleiter und den Eltern gegeben. „Es war jedoch überraschend, dass sich das Mädchen derart hat radikalisieren lassen“, sagte die Bürgermeisterin. Das sei offenbar ausschließlich über das Internet erfolgt.

dpa