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Mitteldeutschland Briefwahl für die Landtagswahl in Sachsen 2019: Fristen und Infos
Region Mitteldeutschland Briefwahl für die Landtagswahl in Sachsen 2019: Fristen und Infos
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19:31 22.08.2019
Stimmzettel der Briefwahl zur Landtagswahl. Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Dresden

Die Briefwahl ist in Deutschland beliebt. Bei der Bundestagswahl 2017 stimmten 28,6 Prozent der wahlberechtigten Bürger per Post. Ein Trend, der auch bei der letzten Landtagswahl in Sachsen 2014 zu beobachten war: Allein in Dresden stieg der Anteil der Briefwähler damals um etwa acht Prozent gegenüber der Landtagswahl 2009.

Lesen Sie hier mehr zur Landtagswahl

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Auch bei der diesjährigen Landtagswahl am 1. September werden wieder viele wahlberechtigte Bürger in Sachsen ihre Stimme per Briefwahl abgeben. Wie das funktioniert und welche Fristen gelten, erfahren Sie hier.

Wie funktioniert die Briefwahl zur Landtagswahl in Sachsen?

Um an der Briefwahl teilzunehmen, werden mehrere Unterlagen benötigt, die bei der zuständigen Gemeinde angefordert werden müssen. Das funktioniert persönlich gegen Vorlage des Ausweises oder schriftlich, indem die Vorlage auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung ausgefüllt wird. Die Wahlbenachrichtigung wurde allen wahlberechtigten Sachsen bis zum 11. August zugeschickt.

Die Unterlagen, die dem Antragsteller ausgehändigt oder zugeschickt werden, umfassen:

• einen Wahlschein

• einen amtlichen Stimmzettel

• einen amtlichen Stimmzettelumschlag (blau)

• einen amtlichen Wahlbriefumschlag (rot)

• ein Merkblatt mit Informationen für die Briefwahl

Der Stimmzettel kommt gefaltet in den blauen Stimmzettelumschlag. Dieser wird zugeklebt und zusammen mit dem Wahlschein in den roten, vorfrankierten Wahlbriefumschlag gesteckt. Dieser kann dann bei der Post abgegeben oder persönlich bei der zuständigen Gemeinde eingeworfen werden.

Die einzelnen Schritte können auch dem zugeschickten Merkblatt entnommen werden. Übrigens: In Leipzig und einigen weiteren Kommunen kann der Wahlschein auch online beantragt werden.

Bis wann kann man die Briefwahl in Sachsen beantragen?

Die Unterlagen können noch bis Freitag, 30. August 2019, 18 Uhr bei der zuständigen Gemeinde mündlich oder schriftlich angefordert werden. In Ausnahmefällen, wie einer plötzlichen Erkrankung, können die Unterlagen sogar noch am Wahltag selbst, bis spätestens 15 Uhr beantragt werden.

Wichtig ist, dass der Brief bis spätestens Sonntag, 1. September, 16 Uhr bei der auf dem Umschlag angegebenen Stelle eingegangen ist. Entscheidend ist nicht der Poststempel, sondern der tatsächliche Eingang. Der Brief kann persönlich bei der zuständigen Stelle abgegeben werden. Wer den Wahlbrief jedoch per Post verschickt, sollte das mindestens drei Tage vor der Wahl tun, um sicherzugehen, dass der Brief rechtzeitig zugestellt wird.

Was kostet die Briefwahl?

Der Antrag auf Ausstellung der Briefwahlunterlagen ist kostenlos. Auch das Versenden des Briefwahlumschlags kostet in Deutschland nichts. Eine Ausnahme besteht, wenn der Antrag auf Briefwahl aus dem Ausland gestellt oder der Wahlbrief per Eilzustellung versendet wird. In diesen Fällen trägt der Antragsteller die erhöhten Portokosten selbst.

Werden die Stimmen der Briefwähler separat ausgezählt?

Zur Auszählung des Briefwahlergebnisses werden eigene Vorstände in den einzelnen Wahlkreisen eingesetzt. Im vorläufigen Endergebnis sind die Stimmen der Briefwähler enthalten.

Von Patrick Fam/RND