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Mitteldeutschland Brexit-Folge: Sächsische Unternehmen befürchten Schwierigkeiten
Region Mitteldeutschland Brexit-Folge: Sächsische Unternehmen befürchten Schwierigkeiten
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15:47 16.01.2019
Fast 200 sächsische Firmen würden nach Großbritannien exportieren. Quelle: dpa
Sachsen

Die sächsische Wirtschaft ist wegen möglicher Brexit-Folgen verunsichert. Es gehe beispielsweise darum, ob sich die Nachfrage nach deutschen Produkten in Großbritannien verändere und ob und in welchem Umfang Zölle fällig werden, erklärte Andreas Sperl, Präsident der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) am Mittwoch. „Erlöschen Genehmigungen für bestimmte Produkte und Leistungen, kommt es zu Einschränkungen in der Mobilität auch von Mitarbeitern? Führen Einfuhrkontrollen dazu, dass Lieferketten nicht mehr aufrechterhalten werden können“, formulierte er weitere Fragen. Sperl ist zugleich Chef der Elbe Flugzeugwerke Dresden (EFW) und übt die IHK-Funktion ehrenamtlich aus.

Großbritannien sei nach China und den USA das wichtigste Exportland für Sachsen, betonte der Manager. In den ersten drei Quartalen 2018 seien Waren und Leistungen im Wert von fast zwei Milliarden Euro nach Großbritannien ausgeführt worden, davon fast 70 Prozent im Fahrzeugbau. Bei den Importen liege Großbritannien auf Platz 8. Fast 200 sächsische Firmen würden nach Großbritannien exportieren, 73 Unternehmen Waren und Dienstleistungen importieren. 11 Betriebe unterhielten dort Niederlassungen. Für die betroffenen Unternehmen sei das ein „Riesenthema“.

Der IHK-Präsident erwartet, dass die Anfragen sächsischer Firmen bei der Kammer nach dem Nein des britischen Parlamentes zum Brexit-Plan von Premierministerin Theresa May zunehmen. Eine Existenzbedrohung einzelner Betriebe sei nicht absehbar. Sperl machte das Problem am Beispiel seines eigenen Unternehmens klar. Die EFW würden Produkte verschiedener britischer Zulieferer beziehen. „Was wir im Moment überhaupt noch nicht abschätzen können, sind Zertifizierungsthemen. Alles, was wir machen, muss zertifiziert sein.“

EFW wartet und repariert unter anderem den Airbus A380 und baut Passagiermaschinen zu Frachtflugzeugen um. Man bemühe sich um Zulieferer in Kontinental-Europa, um Lieferengpässe zu vermeiden, sagte Sperl.

dpa

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