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Mitteldeutschland Borreliose-Gefahr steigt mit Temperatur - Schutz vor Zecken im Freien
Region Mitteldeutschland Borreliose-Gefahr steigt mit Temperatur - Schutz vor Zecken im Freien
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17:04 20.04.2017
In Sachsen sind bis Mitte April insgesamt 109 Fälle von Borreliose registriert worden
In Sachsen sind bis Mitte April insgesamt 109 Fälle von Borreliose registriert worden Quelle: dpa
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Dresden

In Sachsen sind bis Mitte April insgesamt 109 Fälle von Borreliose registriert worden - fünf mehr als zu diesem Zeitpunkt 2016. Allerdings ist unklar, ob es sich um alte oder frische Infektionen handelt, wie das Gesundheitsministerium in Dresden am Donnerstag erklärte. Die Bilanz liege im fünfjährigen Mittel (108). Die Krankenkasse Barmer indes gab „Zeckenalarm!“ und warnte vor wachsender Übertragungsgefahr - auch in Städten.

„Mit steigenden Temperaturen werden auch die Zecken wieder aktiv“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU). Bester Schutz: lange Kleidung, feste Schuhe und das Absuchen des Körpers nach dem Aufenthalt im Freien. Vor allem im Risikogebiet Vogtlandkreis. Laut Ministerium werden Zecken durch das allgemein mildere Klima immer früher aktiv. „Möglich ist auch eine immer bessere Anpassung an kühlere Tage und Regionen“, sagte eine Sprecherin.

Zecken lieben Temperaturen über 7 Grad und mehr als 80 Prozent Luftfeuchtigkeit und lauern in hohem Gras, Kräutern und Sträuchern - laut Ministeriumssprecherin auch in Kleingärten und Parks. Aber: „Der eigene Garten wird als Zeckenreservoir und damit Risikogebiet völlig unterschätzt.“

2016 gab es laut Barmer landesweit 2117 Erkrankungsfälle. Dabei ist nicht jede Zecke gefährlich. Und wenn sie innerhalb von 24 Stunden herausgezogen wird - mit Pinzette, eng an der Haut und ohne Drehen ist es meist noch nicht zur Übertragung der Borreliose gekommen. Bei einer runden Rötung des Stiches aber sollten Betroffene umgehend zum Arzt, empfiehlt auch das Ministerium. „Bei unbehandelter Borreliose drohen chronische Entzündungen von Gelenken, Rückenmark und Gehirn, Lähmungen und im schlimmsten Fall der Tod.“

dpa