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Mitteldeutschland Beauftragter für jüdisches Leben sorgt sich wegen Antisemitismus
Region Mitteldeutschland Beauftragter für jüdisches Leben sorgt sich wegen Antisemitismus
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12:00 26.08.2019
Der CDU-Politiker Thomas Feist ist als Beauftragter der sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben tätig. Quelle: André Kempner
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Dresden

Der Beauftragte für jüdisches Leben in Sachsen, Thomas Feist, blickt mit Sorge auf Antisemitismus im Freistaat. Er verwies am Montag auf eine Antwort des Innenministeriums auf eine Landtagsanfrage, der zufolge im Juli sieben antisemitische Handlungen in Sachsen gemeldet wurden. Es werde gegen sieben Tatverdächtige ermittelt. Es handle sich um vorläufige Zahlen. Feist zufolge steigt die Zahl der antisemitischen Aktivitäten. In den meisten Fällen würden judenfeindliche Parolen in der Öffentlichkeit gerufen oder geschmiert.

Erst am Wochenende war es zu einem Eklat mit judenfeindlichen Parolen bei einem Fußballspiel des Chemnitzer FC gekommen. Anhänger der Sachsen hatten während des Ligaspiels beim FC Bayern München II Spieler und Funktionäre rassistisch und antisemitisch beleidigt.

Um Antisemitismus vorzubeugen, setzt sich Feist für eine Ausweitung der Lehrerfortbildung zu den Themen „Jüdisches Leben in Sachsen“ sowie „Erkennen und Bekämpfung von Antisemitismus“ ein. Außerdem soll die Jugendarbeit der Jüdischen Gemeinden im Freistaat unterstützt werden. Seit knapp sechs Monaten hat Sachsen mit Feist einen Beauftragen für jüdisches Leben.

dpa

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