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Mitteldeutschland Azoren-Hurrikan „Lorenzo“ nimmt Kurs auf Deutschland: So stürmisch wird’s in Sachsen
Region Mitteldeutschland Azoren-Hurrikan „Lorenzo“ nimmt Kurs auf Deutschland: So stürmisch wird’s in Sachsen
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19:50 29.09.2019
Heftig: Der Hurrikan „Lorenzo“ nimmt Kurs auf die Azoren. Meteorologe Dominik Jung vom Portal Wetter.net hält es nach den bisherigen Berechnungen durchaus für möglich, dass er am Freitag abgeschwächt als Sturmtief auf Deutschland trifft. Quelle: Screenshot Youtube/Wetter.net
Wiesbaden/Leipzig

Spätsommer ade: In dieser Woche schlägt der Herbst so richtig zu. Der Start am Montag kann bereits turbulent werden: Sturmtief „Mortimer“ zieht ab Sonntagnacht über Deutschland und wird vor allem den Norden und die Mitte treffen. Am Montagmorgen sind in Mitteldeutschland Spitzenböen von 70 bis 90 km/h möglich, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net. „Da sind Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr leider vorprogrammiert“, so Jung. Denn der Sturm trifft auf Bäume im vollen Laubkleid – da können umstürzende Bäume für einiges Chaos sorgen. „Wir wissen aus der Vergangenheit, dass bereits einzelne lokale Sturmschäden leider schon für ein großflächiges Durcheinander im Zugverkehr sorgen können“, warnt Jung.

Nach Sturm kommt Bodenfrost zum Start in Feiertag

Doch damit nicht genug: Nach dem Sturm kommt der Kälteeinbruch zum Feiertag am 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit). Nach den nochmals gut 20 Grad am Wochenende sind dann am Mittwoch und Donnerstag nur noch 9 bis 16 Grad tagsüber drin. In Leipzig werden Tageshöchstwerte um die 15 Grad erwartet. Und: In der Nacht zum Donnerstag ist lokal Bodenfrost möglich. In den Mittelgebirgen wie beispielsweise im Harz werden sogar die ersten Schneeflocken erwartet.

Azoren-Hurrikan ein seltenes Wetter-Phänomen

Das Finale der verrückten Wetterwoche kommt dann aber erst am Freitag: Aller Voraussicht nach bekommen wir dann Besuch vom Azoren-Hurrikan „Lorenzo“. Ein äußerst seltenes Wetterphänomen. Schon in der letzten Woche hat er auf dem Atlantik Fahrt aufgenommen und wurde als Hurrikan der zweithöchsten Stufe 4 mit Spitzenböen von 240 km/h klassifiziert. Zum Wochenbeginn nimmt „Lorenzo aber Kurs auf die Azoren: Die zu Portugal gehörende Inselgruppe wird nur alle 10 Jahre einmal von derart heftigen Wirbelstürmen heimgesucht.

Bis zu 15 Meter hohe Wellen erwartet

Nach den bisherigen Berechnungen wird Lorenzo am Dienstag und Mittwoch auf die Azoren treffen und hier immer noch Spitzenwindgeschwindigkeiten von 180 bis 200 km/h erreichen, so Wetterexperte Jung. Das kann für den Inselstaat verheerende Folgen haben: Denn bei diesen heftigen Böen werden sehr kräftige Wellen von bis zu 15 Meter Höhe einige Überschwemmungen verursachen. Zudem sind Niederschlagsmengen von deutlich mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter zu erwarten.

Die bisher berechnete Zugbahn von Hurrikan „Lorenzo“: Am Mittwoch wird er danach die Azoren-Inselgruppe erreichen oder zumindest streifen. Danach nimmt er Kurs auf Irland – und kann am Freitagabend auch Deutschland treffen. Quelle: NOAA

Prognose: Am Freitag zieht „Lorenzo“ als Sturm nach Deutschland

Danach aber sehen die Wettermodelle der US-Behörde NOAA, dass Lorenzo auf seiner Zugbahn direkt auf Deutschland zusteuert. „Zwar würde der Hurrikan dann deutlich abgeschwächt als Sturm auf uns treffen. Dennoch sind am Freitagabend dann in einigen Gebieten heftige Sturmböen zu erwarten“, so Jung. Voraussichtlich würde dann vor allem der Westen betroffen sein – mit Böen von 90 bis 100 km/h. Im Osten wären aber auch noch einmal Spitzenböen von 70 km/h möglich. „Das ist schon ordentlich. Uns steht da eine ganz schön spannende Wetterwoche bevor“, sagt Meteorologe Jung.

Von Olaf Majer

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