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Mitteldeutschland Ausschreitungen in Chemnitz: Hausdurchsuchungen bei Tatverdächtigen
Region Mitteldeutschland Ausschreitungen in Chemnitz: Hausdurchsuchungen bei Tatverdächtigen
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16:00 28.05.2019
Am 26. August hatten sich rund 800 Menschen in der Chemnitzer Innenstadt versammelt. Es kam unter anderem zu Angriffen auf Polizisten. Quelle: Andreas Seidel/dpa
Chemnitz

Nach den schweren Ausschreitungen und fremdenfeindlichen Angriffen im Herbst 2018 in Chemnitz ermittelt die Generaltstaatsanwaltschaft Dresden gegen einen 39-Jährigen und einen 43-Jährigen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und wegen gefährlicher Körperverletzung. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag mit.

Im Zuge der laufenden Ermittlungen wurden am Montag in Meerane und in Chemnitz die Privatwohnungen der beiden Männer durchsucht, erklärte LKA-Sprecher Tom Bernhardt. Dabei sei Beweismaterial wie Mobiltelefone, IT-Technik und ein Schlagring sichergestellt worden. Experten sollen die Speichermedien nun auf Beweise durchsuchen, hieß es weiter.

Angriffe am Chemnitzer Johannesplatz

Die beiden Beschuldigten stehen im konkreten Verdacht, „an den gewalttätigen Ausschreitungen im Rahmen der Demonstrationen am 26. August 2018 auf dem Johannesplatz in Chemnitz maßgeblich beteiligt gewesen zu sein“, erklärte der LKA-Sprecher.

Nach dem gewaltsamen Tod des Chemnitzers Daniel H. in der Nacht zum 26. August am Rand des Stadtfestes hatten sich Hooligans des Chemnitzer FC und andere Vertreter der rechtsnationalen Szene in der Innenstadt versammelt, gingen auf Menschen mit vermeintlichem Migrationshintergrund los und griffen dabei auch Polizisten an. Noch am Abend des 26. September verbreiteten sich Videos der Ausschreitungen im Internet.

Mehrere Medien berichteten von fremdenfeindlichen Hetzjagden in Chemnitz. In der Folge entspann sich eine Diskussion um die Begrifflichkeiten, unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) als auch der damalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, bezweifelten, dass es in Chemnitz Hetzjagden auf Migranten gegeben habe.

Von Matthias Puppe

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