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Mitteldeutschland Afrikanische Schweinepest grassiert in Sachsen – Minister besorgt
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Afrikanische Schweinepest grassiert in Sachsen – Minister besorgt

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18:50 04.07.2021
Bis Ende Juni 2021 wurden 267 Schweinepest-Fälle in Sachsen registriert.
Bis Ende Juni 2021 wurden 267 Schweinepest-Fälle in Sachsen registriert. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
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Dresden

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich immer stärker aus in Sachsen. „Ich bin hochbesorgt“, sagte Agrarminister Wolfram Günther (Grüne) am Sonntag in Dresden laut Mitteilung. Im Osten des Freistaates gebe es immer mehr erkrankte Tiere. Die Zahl der bestätigten ASP-Fälle hat sich den Angaben nach in den vergangenen vier Monaten etwa verdoppelt. Bis Ende Juni wurden 267 ASP-Fälle registriert, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. Die hochansteckende Infektionskrankheit, an der rund 97 Prozent der infizierten Tiere sterben, tritt derzeit nur bei frei lebenden Wildschweinen auf.

Sorge vor Übergriff auf Hausschweine

Günther fürchtet „um die Landwirtschaft, die Schweinehalter und ihre Tiere“. Die Betriebe müssten weiter Tiere in den Handel bringen können, um Einkommen zu erzielen und existenzsichernd zu arbeiten. „Wir wollen mehr Regionalität.“ Dafür würden die Betriebe als starke, handlungsfähige Partner für den Ausbau regionaler Wertschöpfung gebraucht. „Und auch der Tierschutz muss in einer zugespitzten Seuchenlage weiterhin gewährleistet sein.“

Mitarbeiter des Technischen Hilfswerk (THW) errichteten entlang der Bundesstraße 115 einen Zaun, um die Ausweitung der Schweinepest im Landkreis Görlitz einzudämmen. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Die Staatsregierung unterstütze das Sozialministerium seit Monaten bei der Seuchenbekämpfung, unter anderem durch die Betreuung des rund 80 Kilometer langen Wildschutzzauns entlang der Grenze zu Polen. Er bat Jägerschaft und Landwirtschaft, „Hand in Hand bei der Seuchenbekämpfung zusammenzuarbeiten, gerade jetzt und in den kommenden Wochen, da die Felder abgeerntet werden“.

Von dpa