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Mitteldeutschland Afrika-Hitze kommt bis nach Sachsen: Nächste Woche schwitzen wir bei 35 Grad
Region Mitteldeutschland Afrika-Hitze kommt bis nach Sachsen: Nächste Woche schwitzen wir bei 35 Grad
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14:32 18.06.2019
Erfrischung gesucht: Nächste Woche kündigt sich eine neue Hitzewelle mit bis 35 Grad an. Quelle: dpa
Dresden

Die Hundstage scheinen es in diesem Jahr besonders eilig zu haben: Normalerweise liegen die heißesten Sommertage immer im Zeitraum vom 23. Juli bis 23. August. Doch in diesem Jahr trumpft bereits der Juni mit einer Reihe von Hitzetagen auf. Im Osten könnte es sogar der heißeste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden.

Im Süden bis zu 38 Grad Hitze drin

In der nächsten Woche legt der Frühsommer noch eine Schippe drauf. „Nach den aktuellen Prognosen kommt direkt aus Nordafrika ein neuer Hitzeschub auf uns zu. Und der hat es in sich“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net. Die Temperaturen würden danach in etwa 1500 Meter Höhe über Südeuropa auf bis zu 30 Grad ansteigen. Mit drastischen Folgen am Boden: „30 Grad in dieser Höhe der Atmosphäre ist in der Tat extrem. Das würde unten 40 bis 45 Grad bringen“, sagt Jung. Bei uns in Deutschland würde es wohl besonders den Süden des Landes treffen. „Hier könnten die Höchstwerte sogar bis auf 38 Grad klettern“, so Jung.

Dürre-Problem verschärft sich

Die Afrika-Hitze schafft es diesmal voraussichtlich auch bis nach Sachsen. Die Wettermodelle sehen für nächste Woche Dienstag Spitzenwerte von 35 Grad voraus. Wie lange diese Hitze anhält, ist noch unsicher. Allerdings wird sich in jedem Fall die Dürre-Lage in Mitteldeutschland weiter verschärfen. Schon jetzt ist laut Dürremonitor des Helmholtz-Umweltforschungszentrums der Gesamtboden in Nordsachsen, Nordthüringen und weiten Teilen Sachsen-Anhalts bis in eine Tiefe von 1,80 Meter weitgehend trocken.

Es wird dunkelrot am Dienstag nächster Woche: Im Raum Leipzig sind bis zu 35 Grad Hitze möglich Quelle: wetter.net

Trend: Sehr heißer Sommer mit hoher Waldbrandgefahr

Und daran wird sich laut Langfristrend in diesem Sommer voraussichtlich auch nichts grundsätzlich ändern. Der private amerikanische Wetterdienst accuweather, der in den letzten beiden Jahren mit seinen langfristigen Trendprognosen weitgehend richtig lag, hatte bereits im Mai für Deutschland einen sehr heißen Dürre-Sommer vorausgesagt und vor einen hohen Waldbrandgefahr gewarnt.

Achtung: Mittwochabend lokal Tornados möglich

Zudem sind die prognostizierten Hitzewellen auch immer mit Unwettergefahren verbunden. Auch an diesem Mittwoch werden am Abend teils heftige Gewitter erwartet. Die können lokal erneut unwetterartig ausfallen, mit großen Hagelkörnern, starkem Regen und Sturmböen. „Aufgepasst: Dabei können sich auch wieder Tornados bilden“ warnt Wetterexperte Jung.

Wie auch immer: Die verfrühten Hundstage haben es in jedem Fall sich. Für die leidgeprüften Landwirte scheint sich damit die alte Bauernregel zu bewahrheiten: „Hundstage heiß, bringen dem Bauern viel Schweiß.“

Von Olaf Majer

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