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Mitteldeutschland AfD weist Darstellung zum Austritt ihres Mitgliedes Herrmann zurück
Region Mitteldeutschland AfD weist Darstellung zum Austritt ihres Mitgliedes Herrmann zurück
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17:54 19.12.2019
Lars Herrmann (AfD) spricht während der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag. Der sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete ist aus seiner Partei und Fraktion ausgetreten - aus Protest gegen deren Kurs. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
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Dresden

Die sächsische AfD hat Darstellungen zum Parteiaustritt ihres Mitgliedes und Bundestagsabgeordneten Lars Herrmann zurückgewiesen. „Mit seinem Austritt kam Lars Herrmann einem Parteiordnungsverfahren zuvor. Er schuldet seinem Kreisverband rund 4500 Euro“, erklärte Sachsens AfD-Vize Siegbert Droese am Donnerstag in Dresden.

Statt seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Partei nachzukommen, habe Herrmann sogar Geld für einen CDU-Direktkandidaten gespendet. „Es ist klar, dass solche Vorgänge zu einem Zerwürfnis führen.“ Herrmann habe keine Chance mehr gehabt, 2021 erneut über die AfD-Landesliste in den Bundestag einziehen zu können. Zudem habe er sich bereits seit längerem nicht mehr an Veranstaltungen der AfD-Landesgruppe beteiligt.

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Wegen Kurs die Partei verlassen

Herrmann hatte nach eigenem Bekunden die AfD und ihre Fraktion aus Protest gegen den Kurs der Partei verlassen. Zur Begründung gab er an, er sei wegen Kritik am thüringischen AfD-Vorsitzenden und „Flügel“-Chef Björn Höcke aus der Landesgruppe Sachsen im Bundestag ausgeschlossen worden, ohne angehört worden zu sein. „Das war für mich der Zeitpunkt, um zu sagen, dass mich hier nichts mehr hält.“ Herrmann begründete seinen Schritt auch damit, dass der sächsische Landesverband und sein Kreisverband Leipzig-Land mit Vertretern des rechtsnationalen „Flügels“ besetzt seien.

Von RND/dpa