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Mitteldeutschland AfD-Mitglieder gründen Mitte-Bündnis
Region Mitteldeutschland AfD-Mitglieder gründen Mitte-Bündnis
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05:00 25.11.2017
Frauke Petry hält eine Mappe mit dem Logo der AfD in der Hand. Nach dem Abgang Petrys gründet sich in Sachsen nun die „Alternativen Mitte Sachsen“. (Archivbild) Quelle: dpa
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Leipzig

In der sächsischen AfD formiert sich Widerstand gegen die eigene Parteiführung: Am Sonnabend soll – eine Woche vor dem Bundesparteitag – die „Alternativen Mitte Sachsen“ (AM) gegründet werden. Auf Initiative von Mandy Myszak (ehemaliges Vorstandsmitglied der AfD Kulmbach-Lichtenfels, ursprünglich aus dem Erzgebirge) und Peter Bläsing (Revisor im AfD-Kreisverband Meißen) treffen sich als gemäßigt geltende Bürgerlich-Konservative in Klipphausen (Landkreis Meißen), um einen Gegenpol zu rechtsextremen Tendenzen in der Partei zu bilden.

„Mit dem Rückzug und Austritt vieler Landesvorstände sowie von fünf Landtagsabgeordneten mit Frauke Petry und Uwe Wurlitzer an der Spitze hatte es den Anschein, als hätte sich der völkisch-nationale Flügel der Partei mit Jens Maier und Siegbert Droese durchgesetzt“, heißt es in einer vorab verbreiteten Erklärung. Das mache es schwer, „den Wählern jetzt zu vermitteln, dass die AfD Sachsen aber von Anbeginn nicht für Fundamentalopposition stand“. Zur Bundestagswahl heißt es: „Die AfD Sachsen hat in der Stunde ihres größten Triumphes auch ihre größte Niederlage erlitten.“

Momentan gibt es bereits acht AM-Bündnisse auf Landesebene, unter anderem in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die AM versteht sich als Gegengewicht zum rechtsnationalen „Flügel“, den Björn Höcke und Andre Poggenburg im Jahr 2015 ins Leben gerufen hatten. Zu dessen Treffen am Kyffhäuser kamen zuletzt fast 600 Teilnehmer, darunter Parteichef Jörg Meuthen und Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland.

Andreas Debski