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Wissen Was hilft, wenn das Festmahl auf den Magen schlägt
Nachrichten Wissen Was hilft, wenn das Festmahl auf den Magen schlägt
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17:00 22.12.2018
Ob Stollen oder Gans: Die klassischen Weihnachtsleckereien sind nicht grad leicht verdaulich. Quelle: dpa/Montage
Hannover

Low Carb, Superfood und Intervallfasten – solche Ernährungstrends sind zwar hochgepriesen. Aber an Weihnachten greifen die Deutschen wieder auf ihr traditionelles Festmahl zurück. Einer Weihnachtsstudie des Handelsunternehmens QV und Statista essen 43 Prozent zu Weihnachten Kartoffelsalat mit Würstchen, bei jedem Dritten kommt Gans oder Ente auf den Tisch. Zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) schlemmen an Weihnachten ohne schlechtes Gewissen, hat die aktuelle Umfrage DeutschlandTrend vom ARD-Morgenmagazin ergeben. Doch wer mehr isst, als er eigentlich sollte und wollte, dem schlägt die Schlemmerei schnell auf den Magen. Die Folgen sind Völlegefühl, saures Aufstoßen oder Sodbrennen.

Hoher Druck im Mageninneren

Zu Sodbrennen und saurem Aufstoßen kommt es, wenn der stark saure Mageninhalt in die Speiseröhre oder den Rachen zurückfließt und dort die empfindlichen Schleimhäute reizt. „Die Ursache hierfür liegt letztlich beim Schließmuskel am Mageneingang, der wie ein Ventil die Speiseröhre vom Magen trennt“, sagt Prof. Siegbert Faiss, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie und Interventionelle Endoskopie der Asklepios Klinik Barmbek. Normalerweise verhindere der Schließmuskel, dass Säure aus dem Magen aufsteigt. Zum sogenannten Reflux kann es dann kommen, wenn der Schließmuskel zu schwach und der Druck im Mageninneren zu groß ist.

Zu viel, gerade fettiges, Essen seien dafür Auslöser. Zudem nehme die Kraft des Mageneingangsventils mit steigendem Alter langsam ab. Wer seinen Magen dann auch noch mit zu großen Portionen unter Druck setze, laufe schnell Gefahr, den Schließmuskel zu überfordern, sagt Faiss.

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) gibt Tipps, wie man entspannter durch die Feiertage kommt.

Kleine Portionen

Die Experten raten von großen Portionen ab. Besser seien über den Tag verteilte, kleinere Speisen und diese gut zu kauen. Beim Konsum von Alkohol und Nikotin sei Zurückhaltung geboten, erst recht, wenn man zu Sodbrennen neige.

Schritt für Schritt

Ein Verdauungsspaziergang nach dem Festmahl kann helfen, die Entleerung des Magens zu beschleunigen. Insgesamt sei Bewegung bei vollem Magen besser, als es sich auf dem Sofa bequem zu machen.

Gewürze sind hilfreich

Der sogenannte Verdauungsschnaps dagegen bremst den Magen eher aus, heißt es von der DGVS. Wenn überhaupt entfalteten eher die ätherischen Öle von Kräuterschnäpsen eine positive Wirkung. Auch Kaffee und Espresso könnten bei manchen Menschen die Darmtätigkeit anregen. Auch Gewürze wie Muskatnuss, Kardamom oder Koriandersamen sind Fachleuten zufolge gut für die Verdauung.

Zweites Kissen

Wer spät am Abend noch isst, sollte sich im Bett ein zweites Kopfkissen unterlegen oder das Bett hochstellen, damit saurer Magensaft nicht so schnell wieder in die Speiseröhre zurückfließen kann und Sodbrennen verursacht.

Medikamente als Ausnahme

Auf Medikamente wie Antazida oder Säureblocker, die zum Teil rezeptfrei in Apotheken erhältlich sind, sollten Betroffene nur im Ausnahmefall zurückgreifen, empfiehlt die DGVS. Keinesfalls sollten diese Mittel ohne ärztlichen Rat über einen längeren Zeitraum – zwei Wochen und mehr – eingenommen werden.

Einfach in Form bleiben

Anscheinend genügt es, eine Reihe einfacher Tipps zu befolgen, um die gefürchteten Feiertagskilos zu vermeiden – das ist zumindest das Resultat einer Studie, die britische Forscher gerade veröffentlicht haben. Dazu gehört, möglichst immer zu den gleichen Zeiten zu essen, 10.000 Schritte am Tag zu gehen und sowie keine Snacks nebenbei etwa beim Fernsehen zu konsumieren. Schon eine kurze Intervention über die Weihnachtszeit könne helfen, die kleinen Gewichtszunahmen zu verhindern, so die Bilanz.

Von Sonja Fröhlich/RND

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