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Wissen Sucht nach Nasenspray: Was tun gegen Abhängigkeit?
Nachrichten Wissen Sucht nach Nasenspray: Was tun gegen Abhängigkeit?
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15:57 14.05.2019
Ohne Nasenspray ließe sich so manche Erkältung nicht überstehen. Länger als eine Woche sollte es jedoch nicht verwendet werden, denn es kann abhängig machen. Quelle: picture alliance / dpa
Hannover

Wer kennt es nicht: Die Nase ist zugeschwollen und dicht, das Atmen fällt schwer und an Schlaf ist nicht zu denken. Eine Erkältung kann schon abgeschwächt sein, oft sind die Nasenschleimhäute trotzdem noch geschwollen und stören im Alltag und beim Schlafen.

Endlich schlafen mit Nasenspray

Was ist da einfacher, als der Griff zum Nasenspray? Nasensprays helfen durch Wirkstoffe wie Sympathomimetika, Xylometazolin oder Oxymetazolin. Die Schleimhäute ziehen sich zusammen und das Atmen fällt wieder leichter. Bei oder nach einer Erkältung sollte Nasenspray jedoch nicht länger als eine Woche benutzt werden.

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Nasenspray Sucht: Es droht chronischer Schnupfen

Bei längerer Anwendung führt das Spray zur Austrocknung der Schleimhäute. Bei dauerhaftem Gebrauch droht ein chronischer Schnupfen, da die Schleimhäute übermäßig anschwellen, sobald die Wirkung des Nasensprays nachlässt, informiert die Apotheken Umschau. Das kann dann zu einem Teufelskreis führen: Die Nase ist dicht, der Gebrauch von Nasenspray scheint unerlässlich, die Nasenschleimhäute schwellen kurz danach noch mehr an und man verbraucht immer mehr Nasenspray. Im schlimmsten Fall führt dieser Teufelskreis dann zur Abhängigkeit.

Nach einer Umfrage der Techniker Krankenkasse konsumieren allein in Deutschland etwa 100.000 Menschen täglich Nasenspray. Durch den regelmäßigen Gebrauch kann die Nase ihre Abwehrfunktion nicht mehr erfüllen und es entsteht ein erhöhtes Risiko für Keimbefall. Man wird also wieder krank.

Unbedenkliche Alternative: Inhalieren

Was also tun, wenn die Nase ständig dicht ist und man auf Nasenspray verzichten möchte? Wichtig ist, erst einmal zu überprüfen, ob es für die verstopfte Nase nicht vielleicht einen anderen Grund, wie zum Beispiel eine Allergie gibt. Wenn dies nicht der Fall ist, warum nicht inhalieren? Denn das hilft wirklich und ist viel gesünder als Nasenspray.

Die Vorbereitung ist ganz einfach: Eine große Schüssel mit heißem Wasser und Kamille füllen, den Kopf darüber halten und mit einem Tuch bedecken. Am bestem abends inhalieren, denn dann ist die Nase wieder frei und das Einschlafen fällt leichter.

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Nasenspray selbst herstellen

Wer keine Zeit oder Lust zum Inhalieren hat, kann Nasenspray auch selbst und ohne abhängig machende Wirkstoffe herstellen: Dazu werden 100 Milliliter destilliertes Wasser, 0,9 Gramm Meersalz und ein Zerstäuber benötigt. Der Zerstäuber sollte gegebenenfalls noch einmal abgekocht werden, damit er sauber und keimfrei ist. Das Salz wird in das destillierte Wasser gegeben und so lange umgerührt, bis es sich komplett aufgelöst hat. Dann wird die Lösung in den Zerstäuber gegeben.

Von RND/hb

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