Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wissen Studie: Zucht soll auch Gehirne von Hunden verändert haben
Nachrichten Wissen Studie: Zucht soll auch Gehirne von Hunden verändert haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:33 12.09.2019
Eine Studie legt nahe, dass die Verhaltensmerkmale verschiedener Hunderassen durch Zucht geformt wurden – zum Beispiel der Jagdinstinkt von Labrador Retrievern.

Kaum eine Tierart hat so viele unterschiedliche Rassen wie Hunde. Besonders systematische Zucht durch den Menschen hat dazu beigetragen, dass sie sich vom Äußeren teilweise stark voneinander unterscheiden. Seien es die bis zu 120 Kilogramm schweren Bernhardiner oder die gerade mal etwa 20 Zentimeter kleinen Chihuahuas. Doch Menschen haben anscheinend nicht nur Einfluss auf Größe, Form und Fellfarbe von Hunden gehabt: Laut einer Studie, die im „The Journal of Neuroscience“ veröffentlicht wurde, hat die Zucht womöglich auch die Gehirnstruktur von Hunden verändert.

Lesen Sie auch: Mehr Tierphysiologen in Deutschland? Dieses Projekt will es möglich machen

Zucht hatte offenbar Einfluss auf Verhaltensmerkmale von Hunderassen

Für die Studie wurden 62 Hunde (33 unterschiedliche Rassen) in der Veterinärmedizinischen Hochschule der Universität Georgia in den USA mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht. Die Hunde hatten allesamt gesunde Gehirne, jedoch lieferten die MRT-Scans den Wissenschaftlern andere interessante Einblicke. Die erste Frage der Forscher war nämlich, ob sich die Gehirne zwischen den einzelnen Hunderassen unterscheiden. Und tatsächlich: Die Gehirne wiesen auch abgesehen von der Größe wesentliche Unterschiede auf.

Aus den Bereichen der Gehirne, die je nach Rasse am meisten voneinander abwichen, haben die Wissenschaftler sechs neuronale Netzwerke ausmachen können. Diese sind für Funktionen wie den Geruchs- oder Geschmackssinn zuständig. Das Ergebnis zeigte, dass die Struktur dieser Netzwerke maßgeblich mit den unterschiedlichen Verhaltensmerkmalen der Hundegattungen zusammenhängen. Die selektive Züchtung könnte also Einfluss darauf gehabt haben, dass manche Rassen einen schärferen Jagdinstinkt haben, andere hingegen zu den Wachhunden zählen.

Auch interessant: Vogelsterben: Zahl an Brutpaaren laut Studie dramatisch gesunken

Weitere Untersuchungen für eindeutigeres Ergebnis notwendig

Einige Lücken wies die Studie aber auf, meint Jeffrey Stevens von der University of Nebraska in Lincoln: Gegenüber der „Washington Post“ sagte er, dass die Idee einer MRT-Untersuchung zwar „clever“ sei, jedoch nicht in Betracht gezogen wurde, dass Hunde auch innerhalb einer Rasse unterschiedliche Eigenschaften haben können. Zudem wurden die MRTs nicht durchgeführt, während die Hunde ihr gattungsspezifisches Verhalten an den Tag legten. So könnten aus den skizzierten neuronalen Netzwerken keine Rückschlüsse über den Zusammenhang von Rasse und Verhaltensmerkmalen gezogen werden.

Außerdem waren die untersuchten Hunde allesamt Haustiere – somit ist nicht gesagt, dass sie auch tatsächlich Aufgaben wie Jagd und Wache übernehmen. „Die Zusammenhänge könnten stärker sein, wenn man Tiere untersucht, die immer noch für diese Zwecke gezüchtet werden“, sagte Stevens der „Washington Post“. Stevens sei dennoch der Meinung, dass die Studie einen wichtigen Hinweis gegeben habe.

Von Ben Kendal/RND

Ein Klassiker im Schuhregal erlebt sein Revival und ein neues Nageldesign sorgt für mehr Durchblick - das sind die Trends dieser Woche.

04.09.2019

Gerade zur Hauptreisezeit stellt sich für viele Touristen eine brennende Frage: Wie kann ich mir eine kleine Prise Urlaubsatmosphäre mit in die heimischen vier Wände nehmen? Schließlich wäre es ja schön, das Ambiente der Sommerfrische möglichst dauerhaft in den Arbeitsalltag hinüber zu retten. Das gelingt allerdings meist nur bedingt.

04.09.2019

Fleisch und Grillfeste sind aus der argentinischen Esskultur nicht wegzudenken. Doch der Trend zu Pflanzlichem kommt auch in dem südamerikanischen Land an. Das schmeckt nicht jedem.

04.09.2019