Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wissen Erstsemester: So gelingt der Start an der Uni
Nachrichten Wissen Erstsemester: So gelingt der Start an der Uni
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:30 29.07.2019
Im unübersichtlichen Hochschul-Kosmos anzukommen, stellt viele Erstsemester erstmal vor eine Herausforderung. Quelle: Felix Kästle/dpa-tmn
Berlin/Hamburg

Wer frisch an einer Fachhochschule oder Universität startet, ist erstmal mit vielen Unbekannten konfrontiert: Man ist in einer neuen Stadt, zieht womöglich in die erste eigene Wohnung und muss viel neuen Stoff lernen. Experten geben Ratschläge, wie Studierende mit Startschwierigkeiten am besten umgehen.

Wahl des Studienfachs nach eigenen Interessen richten

„Tu, wofür du brennst, geh nach deiner Neigung“, sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk. „Selbst wenn es Ägyptologie in Marburg ist.“ Es bringe nichts, ein Studium aus der Erwartungshaltung anderer anzufangen – seien es die Eltern, Großeltern oder gesellschaftliche Zwänge. „Sonst stecken Sie in einem BWL-Studium fest, obwohl Sie eigentlich Slawistik machen wollten.“ Er rät zu einer Portion Grundoptimismus. Von Ängsten, etwa vor Arbeitslosigkeit, sollten sich angehende Studierende nicht leiten lassen. Wer sich bei der Wahl des Studiengangs dennoch unsicher ist, kann spezielle Orientierungsstudiengänge der Fachhochschulen und Universitäten nutzen.

Auch interessant:
Studium oder Ausbildung: So treffen Sie die richtige Wahl

Bei Unzufriedenheit: Studiengang schnellstmöglich wechseln

Wer am gewählten Studiengang schon zu Beginn Zweifel hat, sollte Grob zufolge versuchen, innerhalb eines Semesters zu klären, was er wirklich will. „Man darf einmal scheitern, das ist keine Schande.“ Wer sich quält, sollte nicht länger als nötig bleiben. Auch Sorgen zur Studiendauer kann Stefan Grob ausräumen: „Wer die Regelstudienzeit überschreitet, dem fault keine Hand ab“. Es sei nicht schlimm, zwei Semester länger zu brauchen. „Wir sind schließlich alle Menschen.“

Disziplin und Selbstmanagement: Das A und O beim Lernen

Wer frisch von der Schule an die Uni oder Hochschule kommt, muss sein Lernen umstellen. Denn das Lernen an der Hochschule sei auf ein ganzes Semester angelegt und von wesentlich mehr Eigenmotivation getragen, erklärt Ronald Hoffmann von der Studienberatung der Uni Hamburg. So gilt es, eine Strategie zu finden, mit der neuen Freiheit an der Hochschule klarzukommen. „Wenn man die ganze Vorlesung über am Handy daddelt, wird kein Professor sagen: „Herr Meyer, legen Sie das Ding weg!“ Selbstmanagement ist daher ein erster Schritt zum Erfolg.

Stundenplan erstellen: Fortgeschrittene Studierende können helfen

Angehende Studierende müssen ihren Alltag ganz neu strukturieren und selbstständig klarkommen. Wer schon in der Schule Probleme beim Thema Selbstorganisation hatte, für den könne die erste Zeit an der Hochschule „ein kleiner Schock“ sein, sagt Catrin Grobbin. Sie arbeitet als Coach und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Universität Hamburg. „Irgendwann merkt man, dass man mit den Nachtschichten nicht mehr hinkommt.“ Am besten kümmern sich Neulinge, die zum Chaos neigen, schon frühzeitig um Hilfe.

Um den Stundenplan für das erste Semester zusammenzustellen, lohne es, sich an fortgeschrittene Studierende zu wenden. Die haben meist einen guten Überblick, wann und in welcher Reihenfolge Seminare und Vorlesungen zu belegen sind. „Und natürlich sollte man die Einführungs- und Orientierungsangebote nutzen“, legt Grobbin nahe.

Das könnte Sie auch interessieren:
Die Chance auf einen Platz im Wohnheim ist so schlecht wie nie

Als Ersti an der Universität: Kontakte helfen

Der Start an der Hochschule ist unübersichtlich. „Da sollte man sich nicht verrückt machen lassen“, rät Grobbin. Mit ein bisschen Neugier würden Erstis schnell mitbekommen, wie der Hase läuft. „Geh überall hin, wo es Infos gibt“, sagt Stefan Grob. Und: „Frage die Menschen Löcher in den Bauch“ – egal, ob es darum geht, wo ein Seminarraum ist oder was es in der Mensa zu essen gibt.

„Man darf auch Heimweh haben“, sagt Grob. Ein Studium bedeute schließlich Abnabelung. Damit beginne das Abstreifen der letzten Hüllen von zu Hause und gleichzeitig der Aufbau eines neuen Netzwerks. Und nirgends sei das so einfach wie an der Hochschule, da sind sich die Experten einig.

Lesen Sie auch:
Bumerang-Kids: Wenn Erwachsene zurück ins Kinderzimmer ziehen

Von RND/dpa/jo

Würden alle Menschen auf der Welt leben wie die Deutschen, bräuchte man dafür die Ressourcen von drei Erden. Weltweit wären es immerhin die von 1,75 Erden. Zum Erdüberlastungstag – englisch Earth Overshoot Day – fordern sie ein Umdenken.

29.07.2019

Ein Baumstumpf hat keinerlei Blattwerk mehr, lebt aber weiter. Forscher haben das ungewöhnliche Phänomen in Neuseeland untersucht – und schlagen eine Erklärung vor. Sie hat weitreichende Konsequenzen für unser Verständnis von Bäumen.

28.07.2019

Planschen im Wasser bei sommerlichen Temperaturen – klingt traumhaft. Doch wer dabei nicht aufpasst, riskiert eine schmerzhafte Blasenentzündung. Alles zu den Ursachen und Symptomen einer Blasenentzündung und wie man sich davor schützt, lesen Sie hier.

29.07.2019