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Wissen Spektakuläre Aufnahme: Albino-Panda tappt in Fotofalle
Nachrichten Wissen Spektakuläre Aufnahme: Albino-Panda tappt in Fotofalle
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11:53 27.05.2019
Das Infrarotkamerabild, aufgenommen mit einer Fotofalle, zeigt einen Albino-Panda im Wolong National Nature Reserve in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Quelle: XinHua/dpa
Peking

Im Südwesten Chinas ist eine Aufnahme von einem seltenen Albino-Panda geglückt. Der Riesenpanda mit dem vollständig weißen Fell tappte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua in einem Naturpark in der Provinz Sichuan in eine Fotofalle. Das Tier hat anders als seine Artgenossen keine schwarzen Flecken auf dem Körper. Zudem sind seine Augen rot. Die Aufnahme zeige erstmals, dass die Albinismus-Gene in der wilden Population der Riesenpandas in der Region existieren, sagte der Pekinger Bären-Forscher Li Sheng gegenüber Xinhua.

Nach den Bildern zu urteilen, die im April geschossen wurden, handelt es sich bei dem komplett weißen Tier um einen ein bis zwei Jahre alten Albino. „Der Panda sah kräftig aus, und seine Schritte waren gleichmäßig“, erklärte Li. „Das ist ein Zeichen dafür, dass die genetische Mutation sein Leben nicht ganz behindert hat.“ Auf Grundlage des Bildes könne jedoch sein Geschlecht nicht bestimmt werden.

Riesenpandas am stärksten gefährdete Arten der Welt

Bei Tieren und Menschen mit Albinismus ist die Bildung des Farbstoffes Melanin gestört. Haut, Haare oder Fell sind wegen des genetischen Defekts besonders hell. Wenn sich dieser weiße Panda mit einem normalen Panda paaren würde, wären die Babys der ersten Generation immer noch schwarz und weiß, sagte Li. „Aber ihre Babys, die das Albino-Gen tragen, werden möglicherweise rein weiße Pandas zur Welt bringen, wenn ihre Partner auch solche Gene tragen.“

Riesenpandas gelten als Chinas Nationaltiere und sind eine der am stärksten gefährdeten Arten der Welt. Etwa 1800 von ihnen leben in freier Wildbahn, zum größten Teil in den Bergen der südwestchinesischen Provinzen Sichuan und Shaanxi. Mehr als 500 Riesenpandas werden in Gefangenschaft gehalten.

„Die Panda-Gebiete sind viel zu klein“

Die bis 1,80 Meter großen und bis 160 Kilogramm schweren Bären leben nur dort, wo Bambus wächst. Doch die Heimat der Pandas, die Laubmischwälder Chinas seien größtenteils abgeholzt und in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt worden, erklärt der Umweltverband WWF, der den Großen Panda im Wappen hat.

Die chinesische Regierung habe der Abholzung der Baumbuswälder zwar vor 20 Jahren ein Ende gesetzt. Allerdings seien die verbliebenen Gebiete bereits sehr fragmentiert, erklären die Tierschützer. So lebten Pandas in durch Straßen, Schienen und landwirtschaftliche Nutzflächen voneinander getrennten Waldgebieten. „Diese Panda-Gebiete sind viel zu klein. Das erschwert es den wenigen Pandas in freier Wildbahn, einander während der nur wenige Tage dauernden Paarungszeit zu finden.“

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Von RND/so/dpa

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