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11:36 17.10.2018
Ein Gartenteich sollte rechtzeitig auf den Winter vorbereitet werden. Pflanzenreste müssen vorab sorgfältig entfernt werden. Quelle: dpa
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Hannover

Gartenteiche werten viele heimische Gärten auf und sind mehr als nur ein Hobby. Sie werden aufwendig gehegt und gepflegt, die Fische darin sind nicht selten geliebte Haustiere oder sogar teure Raritäten. Und auch die Optik spielt eine wichtige Rolle. Damit Teich, Pflanzen und natürlich auch Fische im nächsten Frühjahr wieder schön aussehen, blühen und schwimmen können, muss ein Gartenteich rechtzeitig winterfest gemacht werden. Hier erfahren Sie, wie das geht und was es zu beachten gilt.

Wann muss der Gartenteich winterfest gemacht werden?

Wer seinen Gartenteich winterfest machen möchte, der muss dabei nicht nur das Wie, sondern auch das Wann beachten. Denn hat der Winter bereits mit dem ersten Frost begonnen, ist es meist schon zu spät für Flora und Fauna.

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Bereits im Spätherbst, also Ende Oktober bis Anfang November, sollten die Arbeiten in und um den Gartenteich beginnen, damit dieser und seine Bewohner gut über den Winter kommen. Wichtig ist auch, dass die Fische bereits den Herbst über vermehrt gefüttert werden, so dass sie Reserven für den Winter ansetzen können.

Denken Sie daran, dass Sie den Teich von Pflanzenresten und Schlamm befreien. Gut geeignet ist hierfür ein Schlammsauger für den Außenbereich. Besonders im Winter und unter Eis drohen sonst zu viele Faulgase, die den Fischen schaden können.

Wie überwintern Fische in einem Gartenteich?

Falsch wäre es, die Fische für den Winter umzuquartieren. Nach Möglichkeit bleiben Goldfisch, Koi und Co. auch während der kalten Jahreszeit im Gartenteich. Dazu ist es aber notwendig, bereits beim Anlegen des Teichs auf einiges zu achten. Die Tiefe eines Gartenteichs ist entscheidend, zwischen 80 und 100 cm müssen es an der tiefsten Stelle mindestens sein. Sonst besteht die Gefahr, dass der Teich im Winter vollkommen einfriert, was den sicheren Tod der Tiere bedeutet.

Über den Winter verfallen die Fische in eine Art Winterschlaf und sollten auch nicht gefüttert werden. Erst wenn der Frühling beginnt und der Winter Abschied hält, kann wieder langsam mit dem Füttern begonnen werden.

Teichpflanzen auf den Winter vorbereiten

Auch der richtige Umgang mit den Teichpflanzen ist wichtig, damit diese gut über den Winter kommen. Nach Möglichkeit sollten Sie bereits beim Kauf der Pflanzen darauf achten, dass diese winterfest sind. Das hat den Vorteil, dass diese Pflanzen einfach im Teich bleiben können, egal ob der Winter bereits vor der Tür steht. Kälteempfindliche Teichpflanzen hingegen müssen aus dem Teich geholt und über den Winter umgelagert werden. Dazu am besten die Pflanzen in einen Eimer mit Wasser geben und diesen dann an einen frostfreien Ort bringen.

Seerosen können im Teich bleiben, Gräser und Co. machen einen Gasaustausch auch im Winter möglich. Stark wuchernde Pflanzen sollten vor dem Winter zurückgeschnitten werden.

Winterharte Teichpflanzen sind zum Beispiel:

1. Wasserschwertlilien

2. Froschlöffel

3. Sumpfdotterblume

4. Sumpfiris

5. Rohrkolben

Was passiert mit der Technik im Gartenteich im Winter?

Egal ob Filter oder Pumpe, bei zu kalten Temperaturen können diese Schäden davontragen. Die Teichtechnik sollte also unbedingt vor dem Winter entfernt werden. Erst wenn die Wasserpumpe tiefer als 80 cm liegt, kann sie im Gartenteich überwintern. Hierhin kommt der Frost in der Regel nicht. Muss die Pumpe aber entfernt werden, sollte sie über Winter in einem Eimer mit Wasser gelagert werden. Der Filter sollte vor der Überwinterung gründlich gereinigt werden.

Gartenteich eisfrei halten – was tun, wenn der Teich zufriert?

Wird es im Winter kalt, frieren vor allem kleine und seichte Gartenteiche schnell zu. Was zunächst harmlos aussieht, kann für die Bewohner des Teiches sehr gefährlich werden. Es ist wichtig, dass ein Teich nicht vollständig zufriert. Ansonsten kann kein Gasaustausch mehr stattfinden, es kommt nicht genügend Sauerstoff ins Wasser, Faulgase können nicht entweichen. Nicht selten bedeutet das den sicheren Tod der Fische.

Auf keinen Fall sollten Sie im Falle einer kompletten Eisschicht versuchen, ein Loch ins Eis zu schlagen. Auch wenn es für uns nicht so aussieht, für die Fische kann eine gefährliche Druckwelle entstehen, so dass ihnen unter Wasser die lebenswichtige Schwimmblase platzen kann.

Besser und vorausschauender ist es, das komplette Zufrieren des Teiches frühzeitig zu verhindern. Hierfür eignet sich unter anderem ein spezieller Ring, der sogenannte Eisfreihalter. Dieser wird in der Mitte des Teichs platziert und hält die entsprechende Stelle eisfrei. Aber auch eine Teichheizung oder ein Luftausströmer können das komplette Zufrieren des Teichs verhindern.

Im Handel gibt es des Weiteren spezielle Luftpolsterfolien, die eine Art Isolierung darstellen. Mit den Noppen nach unten werden diese über den Teich gelegt, wodurch das Zufrieren verhindert wird.

Und wie sieht die Teich-Pflege im Sommer aus? Hier verraten wir Ihnen, was bei wärmeren Temperaturen im Gartenteich unbedingt zu beachten ist.

Von do/RND