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14:58 28.02.2019
Narzissen werden der Familie der Amaryllisgewächse zugeordnet. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
Berlin

Narzissen sind beliebte Frühlingsboten und bringen in die meist noch kahlen Beete mit ihrer sonnigen Farbe Freude in den Garten. Wenn die erste Narzissen ihre Köpfchen gen Himmel strecken, geben sie bereits einen Vorgeschmack auf die milde Jahreszeit. Die Narzissen, auch Osterglocken genannt, werden der Familie der Amaryllisgewächse (Amarillidaceae) zugeordnet. Die Gattung umfasst bis zu 40 Arten. Nur ein Teil davon sind die Osterglocken, die sich im Frühjahr und insbesondere rund um das Fest zeigen (Narcissus pseudonarcissus ssp. obvallaris). Zu der Gruppe gehört eine große Vielfalt an weiteren Arten und Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben und -formen. Es gibt sogar Weihnachts-Narzissen (Narcissus papyraceus). „Sie sind die einzigen, die keine Kälteperiode brauchen bevor sie im Frühjahr oder zu Weihnachten blühen können“, erklärt Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin. Die Blütezeit der im Garten kultivierten Sorten und Arten ist von Februar bis Mai.

Trompetennarzissen oder Alpenveilchen-Narzissen: Es gibt viele unterschiedliche Sorten der Narzissen, die der Familie der Amaryllisgewächse zugeordnet werden. Hier einige der beliebten Frühlingsboten.

Narzissen: Welche Frühlingsblüher sind empfehlenswert?

Im Handel findet man vor allem Trompetennarzissen, deren Blüten wie das Endstück des Instrumentes wirken, sowie Varianten mit besonders großen Kronen und Tazetten, die Blütendolden statt Einzelblüten haben. Beliebt sind aber auch Miniatur-Narzissen. Sie kommen gut im Steingarten zur Geltung, erläutert Van Groeningen. Sie empfiehlt die einfach blühenden Sorten ‚Segovia’ und ‚Lieke’ sowie die Reifrock-Narzisse (Narcissus bulbocodium).

Wann Narzissen pflanzen?

Narzissen bevorzugen feuchte Böden und sonnige bis halbschattige Standorte. Die Zwiebeln der Narzissen können von September bis in den Winter hinein gesetzt werden. Die Zwiebeln, die im frühen Herbst gepflanzt worden sind, überstehen aber Frostperioden besser, da sie vor dem Winter die Chance haben, sich noch gut zu verwurzeln. Die Pflanztiefe der Zwiebeln beträgt bis zu 15 Zentimeter, das Pflanzloch sollte circa zweimal so tief sein, wie die Zwiebel der Narzisse hoch ist. Nach dem Pflanzen sollte gründlich gegossen werden.

Narzissen: So gelingt eine mehrjährige Blüte

Im Grunde sind alle Narzissenarten mehrjährig und können lange am gepflanzten Standort weiterwachsen. Nach der Blüte sollten die Blätter erst entfernt werden, wenn sie vertrocknet sind. So können die wertvollen Inhaltsstoffe aus den Blättern zurück in die Zwiebel wandern. Die Blütenschäfte sollten aber nach der Blüte entfernt werden – damit sich die ganze Kraft in der Zwiebel sammeln kann, um im nächsten Frühjahr wieder gut auszutreiben. Empfehlenswert ist – nach der Blüte – das Düngen mit einem Volldünger.

Wie versorge ich Narzissen dauerhaft gut?

Im Frühjahr erhalten Narzissen viel Wasser und einen Zwiebeldünger, alternativ ein kalireiches Produkt. Das Laub darf erst abgeschnitten werden, wenn es welk und braun geworden ist. Nur so kann die Pflanze die Nährstoffe aus dem Grün noch abziehen und in der Zwiebel speichern. Im Sommer möchten die Zwiebeln lieber etwas mehr Trockenheit zum Ausreifen.

Narzissen teilen und vermehren

Narzissen können auch vermehrt werden, indem die Zwiebel geteilt wird. Die Zwiebeln bilden nach mehreren Jahren Tochterzwiebeln, die vorsichtig von der Mutterzwiebel im Spätsommer getrennt und neu gesetzt werden können. Ein Hinweis darauf, dass eine Narzisse geteilt werden sollte, ist eine spärliche Blüte im Frühjahr. Um Tochterzwiebeln zu trennen, sollen die entstandenen Narzissenhorste vorsichtig aus dem Boden gehoben werden. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass nur die Tochterzwiebeln abgelöst werden, die sich vollständig abgekapselt haben und keine gemeinsame Haut mehr haben. Danach können die vereinzelten Zwiebeln an anderen Stellen im Garten mit einer Lage frischem Kompost wieder eingesetzt werden, da der Boden am alten Platz meist ausgelaugt ist.

Von RND/dpa /js

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