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Wissen Lassafieber: Neue Studie testet Impfstoff – mit Erfolg
Nachrichten Wissen Lassafieber: Neue Studie testet Impfstoff – mit Erfolg
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12:34 04.10.2019
Illustration von Lassavirus-Partikeln. In Westafrika sterben jährlich bis zu 6000 Menschen an den Folgen des Lassafiebers, das durch das Virus ausgelöst werden kann. Quelle: imago/Science Photo Library
Hannover

Ein französisches Forscherteam um Mathieu Mateo vom Institut Pasteur in Lyon soll einen vielversprechenden Impfstoff gegen das Lassavirus entwickelt haben. An Affen testeten die Wissenschaftler laut eigenen Angaben drei Impfstoffe, von denen einer einen nahezu sterilisierenden Schutz gegen das tödliche Virus geboten haben soll. Nun soll der Impfstoff an Menschen getestet werden. Bei Erfolg könnte er laut den Wissenschaftlern erheblich dazu beitragen, die Ausbreitung des hoch ansteckenden Lassafiebers einzudämmen, das in vielen Staaten Westafrikas bis zu 6000 Todesopfer pro Jahr fordert.

Impfstoff auf Basis von Masernvirus entwickelt

Für die Tests haben die Wissenschaftler die Wirksamkeit dreier verschiedener Impfstoffe verglichen. Die infizierten Affen hätten gut auf die Impfungen reagiert, alle drei Impfstoffe hätten die Tiere vor dem Lassavirus geschützt – allerdings mit unterschiedlicher Effektivität. Am erfolgreichsten habe sich ein Impfstoff auf Grundlage von Masernvektoren erwiesen. Nun sollen weitere klinische Analysen untersuchen, ob der Impfstoff massentauglich gegen das Virus eingesetzt werden kann.

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Was ist Lassafieber?

Lassa zählt wie Ebola und Denguefieber zu den sogenannten hämorrhagischen Fiebern. Lassaviren können Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen auslösen, später sind Hautblutungen, Durchfall und Erbrechen möglich. Benannt ist das Virus nach einer Stadt im Nordosten Nigerias, wo es 1969 entdeckt wurde. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr gehört das Lassafieber zu den Krankheiten der sogenannten Risikogruppe 4, in der auch Ebola und das Marburgfieber eingeordnet sind.

Nicht immer verläuft eine Erkrankung tödlich. Laut einem Merkblatt des Robert-Koch-Instituts (RKI) verliefen die meisten Lassavirus-Infektionen mild oder asymptomatisch. Trotzdem seien etwa 180 Millionen Menschen von dem Virus bedroht, wie die französischen Wissenschaftler in ihrem Forschungsbericht zu dem Impfstoff schreiben. Jährlich infizieren sich laut RKI zwischen 100.000 und 300.000 Menschen daran, etwa ein bis 2 Prozent von ihnen sterben an den Folgen.

Wo tritt das Lassafieber auf?

Das Lassafieber ist in mehreren Ländern Westafrikas angesiedelt, vor allem in Nigeria, Liberia, Guinea, und Sierra Leone gibt es immer wieder Ausbrüche der Krankheit. Sporadisch tritt es auch in Benin, Ghana, Mali, Togo und der Elfenbeinküste auf. Im letzten Jahr erkrankten in Nigeria so viele Menschen an Lassafieber wie lange nicht mehr, mindestens 101 Menschen starben an den Folgen der Krankheit.

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Wie wird das Lassavirus übertragen?

Übertragen wird das hoch ansteckende Virus durch die Vielzitzenmaus (Mastomys natalensis), eine im südlichen Afrika weit verbreitete Gattung der sogenannten Altweltmäuse. Sie haben sich an die Menschen gewöhnt und leben in deren Nähe. Auf Menschen wird der Erreger bei Kontakt mit den Ausscheidungen der Mäuse übertragen. Folglich zählen strenge Hygienevorschriften und Aufklärung der in Endemiegebieten lebenden Menschen zu den wirksamsten Präventionsmaßnahmen. Doch auch Menschen übertragen das Virus. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung sei bei Kontakt zu Blut, Gewebe, Sekreten und Ausscheidungen von mit dem Lassavirus infizierten Menschen möglich, schreibt das RKI. Die Inkubationszeit betrüge sechs bis 21 Tage.

Fälle in Deutschland

Laut RKI wurden in Deutschland seit 1974 sieben Krankheitsfälle bekannt, davon sechs importierte. In drei Fällen verlief die Krankheit tödlich. 2016 starb ein aus Togo nach Deutschland verlegter US-amerikanischer Krankenpfleger an den Folgen des Lassafiebers. Insgesamt ist die Ansteckungsgefahr in Deutschland jedoch gering. Vor allem medizinisches Pflegepersonal und Ärzte, die sich in den bedrohten Gebieten aufhalten, sind gefährdet.

Menschen, die in Endemiegebiete des Lassavirus reisen, sollten sich vor ihrer Reise gründlich über die Gefahrenlage informieren. Das Auswärtige Amt rät zu „Vorsicht bei Reisen unter einfachen Bedingungen in den Ausbruchsgebieten in Westafrika“.

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Von Patrick Fam/RND

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