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14:45 17.10.2018
Wer Heidelbeeren ernten will, muss dazu nicht in den Wald gehen: Auch im Garten machen sich die Blaubeeren-Sträucher im Beet hervorragend. Quelle: Foto: Pixabay
Hannover

Heidelbeeren sind gesund und haben besondere Ansprüche an ihren Standort und an die Bodenbeschaffenheit. Ich habe vor zwei Jahren in meinem Garten ein abgetrenntes Heidelbeerbeet mit saurer Erde angelegt. Das funktioniert sehr gut – wir ernten jedes Jahr massig Heidelbeeren. Im Herbst ist die richtige Zeit für eine Neuanlage. Also ran an den Spaten, wenn Sie nächstes Jahr Blaubeeren in Ihrem Graten ernten wollen.

Die Kulturheidelbeere

Die Heidelbeeren, die man im Gartencenter kaufen kann, stammen nicht von der europäischen Heidelbeere Vaccinium myrtillus ab. Sie sind durch Kreuzungen der amerikanischen Heidelbeere Vaccinium corymbosum entstanden. Ihr Fruchtfleisch ist heller, sie sind nicht ganz so aromatisch wie ihre wilden Schwestern, aber dafür haben sie große saftige Früchte. Außerdem werden die Büsche 1,20 bis zwei Meter hoch und lassen sich bequem im Stehen abernten. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als Kind stundenlang auf Knien durch den Wald gerobbt bin auf der Suche nach den süßen Beeren. Das macht mein Rücken heute nicht mehr mit. Ein guter Grund für den Anbau der gezähmten Kulturvariante.

Blaubeeren: Sortenwahl und Standortsuche

Es gibt jede Menge Heidelbeersorten, die sich vor allem in der Erntezeit, aber auch in den Standortansprüchen unterscheiden. Kombiniert man die Sorten Duke, Bluecrop und Ozark Blue, kann man von Mitte Juli bis Ende August durchernten. Ein verlockender Gedanke. Allerdings wollen diese Sorten mehr Sonne als Schatten. Die Gartenheidelbeere Blauer Bär dagegen verträgt mehr Schatten. Prüfen Sie zunächst, welche Standortbedingungen in Ihrem Garten vorherrschen, und wählen Sie die passenden Sorten dazu aus.

Beste Pflanzzeit ist im Spätsommer nach der Ernte. Dann haben die Pflanzen noch lange genug Zeit, neue Wurzeln zu bilden, und Sie können schon im nächsten Jahr auf eine reiche Heidelbeeren-Ernte hoffen. Wenn Sie im nächsten Jahr Blaubeerpfannkuchen mit Früchten aus dem eigenen Garten backen wollen, sollten Sie jetzt ein Beet anlegen.

Ein Beet für Heidelbeeren anlegen

Heidelbeeren mögen saure Erde. Unter den Kultursorten gibt es zwar auch welche, die mit normaler Gartenerde klarkommen, aber die meisten Sorten bevorzugen eine saure Umgebung. Ich habe meine beiden Heidelbeersträucher daher in ein abgegrenztes Areal gepflanzt. Dafür musste ich zunächst eine entsprechend große Grube ausheben. Für zwei Heidelbeersträucher sollte sie 1,50 Meter lang, 50 Zentimeter breit und 50 Zentimeter tief sein. Heidelbeeren sind Flachwurzler, 30 Zentimeter würden auch genügen, aber wenn Sie schon mal graben, kommt es auf die 20 Zentimeter auch nicht mehr an. Die anfallende Muttererde können Sie zum Auffüllen von Hochbeeten verwenden oder einfach im Garten verteilen.

Die Seiten der Grube werden mit Holz gesichert. Dabei geht es darum, dass sich die saure Erde im Heidelbeerbeet nicht mit der normalen Gartenerde vermischt. Nach unten bleibt die Grube offen. Die Grube wird mit torffreier Rhododendronerde aufgefüllt. Mitten hinein kommen die beiden Sträucher. Zum Beetrand bleibt ein Abstand von 20 Zentimetern. Zwischen den Sträuchern beträgt der Abstand gut einen Meter. Jetzt gründlich angießen. Erde festtreten. Fertig!

Alternativ können Sie große rechteckige Speiskübel in der Erde versenken und mit einer Mischung aus Rindenhumus und Laubkompost füllen. Eichenlaub ist wunderbar geeignet für Heidelbeeren. Birkenlaub geht auch. Allerdings muss ein Beet ohne direkte Erdanbindung öfter gegossen werden. Vor allem nach diesem trockenen Sommer ist das eine Überlegung wert.

Blaubeeren pflegen

Nach dem ersten Jahr musste ich mein Heidelbeerbeet mit saurer Erde auffüllen, die Erde war ein wenig abgesackt. Bei der Gelegenheit wurden die Sträucher gleich mit einem organischen Rhododendrondünger versorgt. Dann habe ich das Beet mit einer Schicht Pappe abgedeckt und eine dicke Schicht Moos (Rückstände vom Rasenvertikutieren) obendrauf gepackt. Die Moosschicht hat sich in diesem Jahr sehr bewährt. Das Beet war immer schön feucht und die Heidelbeersträucher haben den heißen, trockenen Sommer fast ohne zusätzliches Gießen gut überstanden. Außerdem bleibt die Erde mit dieser Abdeckung länger sauer. Die gleiche Wirkung erzielen Sie auch mit einer dicken Schicht Eichen- oder Birkenlaub.

Von Anja Klein

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