Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wissen Große Gefahr: Konflikte behindern Kampf gegen Ebola im Kongo
Nachrichten Wissen Große Gefahr: Konflikte behindern Kampf gegen Ebola im Kongo
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:46 14.08.2018
Ein Gesundheitsarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird gegen Ebola geimpft. Quelle: Sam Mednick/AP/dpa
Anzeige
Genf

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht beim Kampf gegen den erneuten Ausbruch von Ebola im Kongo vor Problemen. Da es sich bei dem betroffenen Gebiet um eine Konfliktzone handle, sei der Zugang für Helfer riskant, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf. „Wir haben eine Sicherheits-Herausforderung.“ In dem Gebiet seien seit Jahresanfang 120 gewalttätige Zwischenfälle gezählt worden. Angesichts dieser Umstände und der hohen Bevölkerungsdichte sei die Gefahr einer Ausbreitung der lebensgefährlichen Infektionskrankheit groß. In der Region kämpfen mehrere Milizen um die Kontrolle von Land und Bodenschätzen.

„Es sind vor allem Kinder und Frauen betroffen“, so Tedros über die Erkrankten. Das kongolesische Gesundheitsministerium hat bisher 57 Verdachtsfälle gezählt, davon sind 30 bestätigt. 41 Menschen sind bisher gestorben. Die bislang zehnte Ebola-Epidemie im Kongo bracht Ende Juli im instabilen Osten des Landes aus.

Anzeige

Am 24. Juli war ein Ebola-Ausbruch für beendet erklärt worden

Die Europäische Union hat Experten entsandt, um die Demokratische Republik Kongo im Kampf gegen die neue Epidemie zu unterstützen. Darüber hinaus hat die EU-Kommission acht Flüge mit Personal und Hilfsgütern in die Stadt Beni im Seuchengebiet organisiert, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. „Wir bringen unsere gesamte Unterstützung ein, um beim Eindämmen des Virus zu helfen“, erklärte der für humanitäre Hilfe zuständige Kommissar Christos Stylianides.

Erst am 24. Juli hatten die Behörden im Kongo einen Ebola-Ausbruch 1500 Kilometer weiter westlich für beendet erklärt. Dort gab es insgesamt 54 Verdachtsfälle, und 33 Menschen starben.

Von dpa/RND

Anzeige