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Wissen Zahl der Grippefälle steigt und steigt
Nachrichten Wissen Zahl der Grippefälle steigt und steigt
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16:08 12.02.2019
Ein kranker Mann liegt im Bett und misst Fieber. Quelle: Andreas Gebert/dpa
Hannover

Kopfschmerzen, laufende Nase und Fieber sind typische Symptome einer Grippe. Deutlich mehr Ansteckungen mit den gefürchteten Influenzaviren gibt es seit einigen Tagen in Deutschland und Europa. Von einer Grippewelle spricht die Arbeitsgemeinschaft Influenza zwar schon seit Mitte Januar. Aber: „Die Influenza-Aktivität steigt weiter an“, heißt es im wöchentlich erscheinenden Lagebericht der Wissenschaftler.

9205 Fälle wurden dem Labor am Robert-Koch-Institut allein zwischen dem 28. Januar und 1. Februar aus deutschen Arztpraxen gemeldet. Die geschätzte Rate von Personen mit einer neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankung ist im Vergleich zur Vorwoche um 9,2 Prozent gestiegen. Den Schätzungen zufolge gab es in den vergangenen Tagen erneut eine Zunahme.

Grippewelle in Deutschland: Hohe Dunkelziffer der Erkrankten

Seit dem Start der Grippe-Saison im Oktober sind aus ganz Deutschland insgesamt 20.100 Grippefälle an das Labor des Robert-Koch-Instituts übermittelt worden, darunter 49 Todesfälle, die nachgewiesenermaßen auf die Grippe zurückzuführen sind. „Die realen Fallzahlen liegen wahrscheinlich viel höher, als von der Arbeitsgemeinschaft registriert“, sagt Institutssprecherin Susanne Glasmacher. Der Grund: Nicht alle Praxen schicken Proben ein. Außerdem geht nicht jeder Grippekranke zum Arzt. In dieser Saison haben bisher 541 Ärzte diese Fälle weitergegeben.

Andere EU-Länder stärker betroffen

Im europäischen Vergleich befindet sich die Zahl der Erkrankten in Deutschland noch auf einem normalen Level. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) grassiert dieser Tage eine starke Grippewelle durch Frankreich, Italien, Griechenland, Ungarn, Rumänien, Bosnien und Herzegowina sowie Albanien. Der Anstieg nach den ersten vier Wochen seit Beginn der Grippewelle in Deutschland sei moderat und typisch für den Zeitraum, sagt Glasmacher.

Regional können sich die Grippeerreger unterschiedlich schnell und stark verbreiten. In Sachsen-Anhalt wurden zuletzt 600 neue Erkrankungen binnen einer Woche nachgewiesen, wie aus einer Übersicht des Landesamts für Verbraucherschutz hervorgeht. Das sind weit mehr als doppelt so viele wie in der Vorwoche, als neue 226 Fälle registriert wurden. In Nordrhein-Westfalen hingegen wurden bis Anfang Februar mit 1746 nur knapp halb so viele Influenza-Fälle gemeldet wie in den beiden letzten Wintern um diese Zeit.

Schutzimpfung nachholen – wenn es noch Impfstoff gibt

Im vergangenen Winter fiel die Grippewelle außergewöhnlich stark aus. Bundesweit gingen rund neun Millionen Menschen wegen einer Grippe zum Arzt. Wie sich die Zahl der Erkrankungen diesen Winter noch entwickeln wird, lasse sich derzeit nur schwer voraussagen, sagt Glasmacher.

Die große Mehrzahl der Erkrankten ist den Daten zufolge nicht geimpft. Experten raten weiterhin und trotz spätem Zeitpunkt zur Schutzimpfung. Insbesondere für Ältere, Schwangere und Menschen mit schwachem Immunsystem könne diese Maßnahme sehr sinnvoll sein, empfiehlt das Robert-Koch-Institut. Allerdings gebe es inzwischen in den Arztpraxen und Apotheken nur noch vereinzelt Impfstoff.

Lesen Sie hier: Die wichtigsten Tipps gegen Grippe im Überblick

Von RND/sbu

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