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Wissen Bericht: Situation für Kinder weltweit hat sich stark verbessert
Nachrichten Wissen Bericht: Situation für Kinder weltweit hat sich stark verbessert
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08:57 29.05.2019
Seit dem Jahr 2000 hat sich demnach die Lage für Kinder in 173 von 176 erfassten Ländern laut „Save the Children“ verbessert. Quelle: Vadim Ghirda/AP/dpa
Berlin

Die Lage der Kinder weltweit hat sich laut einer Studie seit dem Jahr 2000 verbessert. 280 Millionen Mädchen und Jungen weniger seien Bedingungen ausgesetzt, die ihre Kindheit ruinierten, hieß es in einem Bericht des Hilfswerks „Save the Children“, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Dazu zählt die Organisation unter anderem Frühverheiratungen, Kinderarbeit und Hunger. Dennoch bleibe jedem vierten Kind weltweit das Recht auf Kindheit verwehrt. Insgesamt etwa 690 Millionen Jungen und Mädchen könnten nicht lernen, spielen und sorgenfrei heranwachsen.

Seit dem Jahr 2000 hat sich demnach die Lage für Kinder in 173 von 176 erfassten Ländern verbessert. In einigen der ärmsten Länder weltweit seien deutliche Fortschritte zu verzeichnen, erklärte das Hilfswerk. Dies belege, dass sich Investitionen und Entwicklungsmaßnahmen lohnten. So könnten 115 Millionen Kinder mehr in die Schule gehen, 94 Millionen Kinder weniger müssten arbeiten und elf Millionen Mädchen weniger seien verheiratet als vor 20 Jahren. 4,4 Millionen Kinder weniger sterben vor ihrem fünften Geburtstag, wie es hieß.

420 Millionen Kinder leiden unter Kriegen

„Jedes Kind hat das Recht auf eine Kindheit“, erklärte die Vorstandsvorsitzende von „Save the Children“, Susanna Krüger. Für ihren „Kindheitsindex“ untersuchte die Organisation zum dritten Mal verschiedene Faktoren wie Frühverheiratungen, Frühschwangerschaften, Zugang zu Bildung, Krankheit, Mangelernährung und Tod durch Gewalt. Im Jahr 2000 hätten einer oder mehrere dieser Faktoren etwa 970 Millionen Kinder ihrer Kindheit beraubt.

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Wenig Fortschritte gebe es bei den Bemührungen, frühe Schwangerschaften und Morde an Kindern zu verhindern, hieß es in dem Bericht. 13 Millionen Teenagerschwangerschaften verzeichnete die Organisation 2016, drei Millionen weniger als im Jahr 2000. Die Mordrate bei Kindern ging um 17 Prozent zurück. Doch die Zahl der Kinder, die in Konfliktgebieten leben oder zur Flucht gezwungen sind, stieg laut der Studie deutlich. Geschätzt 420 Millionen Kinder litten unter Kriegen und bewaffneten Konflikten. Das seien doppelt so viele wie 1995.

China, USA und Russland hinken hinterher

Am besten ist die Lage der Kinder in Singapur, gefolgt von Schweden und Finnland. Deutschland belegt nach Slowenien den 6. Platz. Schlusslichter sind der Tschad, Niger und die Zentralafrikanische Republik. Mächtige Nationen der Welt wie die USA, China und Russland hinkten bei der Lage der Kinder trotz ihrer wirtschaftlichen und technologischen Stärke den meisten Staaten in Westeuropa hinterher. China und die USA teilen sich dem Bericht zufolge den 36. Platz, Russland belegt Platz 38.

Von RND/ped/dpa

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