Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wissen Auf diese Gefahren sollten Autofahrer jetzt achten
Nachrichten Wissen Auf diese Gefahren sollten Autofahrer jetzt achten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:00 20.02.2019
Bei längeren, helleren Tagen sind vermehrt wilde Tiere auf den Straßen unterwegs. Quelle: dpa
Chemnitz/Kiel

Auch wenn die Tage langsam länger und sonniger werden, kann es nachts immer noch ziemlich kalt sein. Entsprechend vielfältig sind auch die Wetterrisiken für den Straßenverkehr. Vor allem die Sonne ist nicht zu unterschätzen, weil sie nun zu den Spitzenzeiten des Berufsverkehrs auf- und unter geht – und Autofahrern zum Verhängnis werden kann. Hinzu kommen wilde Tiere, die bei höheren Temperaturen häufiger auf den Straßen unterwegs sind.

Launisches Wetter kann zur Gefahr für Autofahrer werden

Die Sonne „steht sehr tief und kann vor allem dann blenden, wenn besonders viele Autos unterwegs sind“, erklärt Meteorologe Meeno Schrader von Wetterwelt in Kiel. Ist dann zusätzlich noch die Windschutzscheibe schmutzig, drohe eine Art Blindflug, weil die Sicht durch die Streuung noch stärker eingeschränkt sei. Neben praller Sonne kann das Wetter Autofahrern auch ganz andere Streiche spielen: Graupel- oder Hagelschauer können beispielsweise binnen kürzester Zeit zu extremer Glätte führen. Daneben ist bis weit in den März hinein auch noch mit Nachtfrösten zu rechnen. Zudem besteht speziell in Waldstücken Frostgefahr, was zu Glatteis führen könne.

Reifen nicht zu früh wechseln

Gefährlich werden diese Situationen speziell für alle, die zu früh die Reifen gewechselt haben. „An der alten Regel von O bis O – also Oktober bis Ostern – ist durchaus etwas dran. Auf Sommerreifen sollte man erst wechseln, wenn durchgängig mindestens sieben Grad gemessen werden“, sagt Michael Schneider von der Kfz-Innung Sachsen-West.

Auto auf wärmere Temperaturen vorbereiten

Gefahren können auch dann entstehen, wenn der Wagen nicht gewartet wurde. Um Korrosion vorzubeugen, beseitigen Autofahrer nach dem Winter am besten alle Salzreste durch eine gründliche Wäsche inklusive Unterbodenreinigung. Sofern doch Salzablagerungen bestehen, hilft eine professionelle Motorwäsche. Mit Blick auf die ersten Pollenflüge empfiehlt Schneider zudem, den Innenraumfilter zu wechseln. Schneeketten sollten Autofahrer zudem von ihrem Fahrzeug entfernen. „Wer in seinem Wagen dicke Fußteppiche ausgelegt hat, sollte die spätestens im März durch dünnere Sommermatten tauschen, denn die Restfeuchtigkeit in den Teppichen sorgt schnell für ständig beschlagene Scheiben“, betont Schneider.

Auto- und Motorradfahrer müssen sich aneinander gewöhnen

Bei den ersten Ausfahrten an wärmeren Tagen wird gerne vergessen, dass die Straßen durchaus noch glatt und rutschig sein könnten. Zudem müssen sich Auto- und Motorradfahrer nach der Winterpause im Straßenverkehr erst wieder aneinander gewöhnen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist also sehr wichtig. Zweiräder werden wegen ihrer schmalen Silhouette leichter übersehen und ihre Geschwindigkeit oft unterschätzt. Autofahrer sollten deshalb vor allem an Kreuzungen oder bei Überholvorgängen besonders aufpassen.

Wilde Tiere sind bei wärmeren Temperaturen auf Fahrbahn unterwegs

Dann gibt es noch die Gefahr, die von Wildtieren ausgeht: „Viele Rehe, Hirsche, Wildschweine und auch Kleinsäuger wie Marder und Feldhasen verlassen jetzt ihre Winterquartiere, um auf Futter- und Partnersuche zu gehen“, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Autofahrer sind daher in der Dämmerung und nachts in Bereichen mit Wildwechsel besser besonders achtsam. Straßenschilder würden in stark frequentierten Bereichen zusätzlich warnen. Aber auch kleinere Tiere sind gefährdet: Amphibientiere wie Kröten oder Lurche machen sich besonders gerne in warmen und regenreichen Nächten auf den Weg.

Von RND/dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Tansania ist eine als „Elfenbeinkönigin“ bekannt gewordene Schmugglerin zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zudem muss die chinesische Staatsbürgerin eine Geldbuße von umgerechnet fünf Millionen Euro zahlen.

20.02.2019

Rückkehr einer totgeglaubten Schildkröte: Auf den Galápagos-Inseln ist ein Weibchen einer besonderen Art gesichtet worden. Die „Chelonoidis Phantasticus“ galt seit mehr als einem Jahrhundert als ausgestorben.

20.02.2019

Damit Rosen kräftig austreiben, vital bleiben und mit Blütenpracht verzaubern, brauchen die edlen Sträucher im Frühjahr eine Profi-Pflegekur. Mit diesen Tipps gelingt der Schnitt.

20.02.2019