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Wissen Alexander Gerst gibt ISS-Kommando an Russen ab
Nachrichten Wissen Alexander Gerst gibt ISS-Kommando an Russen ab
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09:25 19.12.2018
Alexander Gerst beim wöchentlichen Putzen auf der Internationalen Raumstation ISS. Quelle: ESA/NASA/Alexander Gerst/dpa
Baikanur

Vor seiner für Donnerstag geplanten Rückkehr auf die Erde hat der deutsche ISS-Kommandant Alexander Gerst die Führung der Raumstation an seinen russischen Kollegen Oleg Kononenko übergeben. „Oleg, du bist ein sehr erfahrener Kommandeur, und dieser Ort wird in sehr guten Händen, deinen Händen sein“, sagte Gerst am Dienstagabend in einer Übergabe-Zeremonie vor der Kamera der Raumstation, die im Livestream der Nasa zu sehen war.

Nach rund einem halben Jahr im All soll „Astro-Alex“ am Donnerstag gemeinsam mit seiner US-Kollegin Serena Auñón-Chancellor und dem Kosmonauten Sergej Prokopjew mit einer Sojus-Kapsel in der kasachischen Steppe landen.

Vor zweieinhalb Wochen waren der Kosmonaut Kononenko, die US-Astronautin Anne McClain sowie der Kanadier David Saint-Jacques auf der ISS angekommen. Auf diesem Außenposten der Menschheit im All sollen sie sechs Monate bleiben.

Auf Twitter gibt sich Alexander Gerst anlässlich seiner Rückkehr wehmütig: „Ich werde diesen Ort vermissen!“ Der Astronaut schreibt weiter, dass er mit seinen Kollegen die ISS in einer Sojus-Rakete verlassen und nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre als „Sternschnuppe“ auf die Erde zurückkehren wird.

Gerst stellt neuen Rekord auf

Seit Samstag (8. Dezember) hat kein anderer deutscher Astronaut mehr Tage im All verbracht als Alexander Gerst. Damit hat er den bisherigen Rekordhalter Thomas Reiter überholt – dieser verbrachte 350 Tage im Orbit. Somit ist Gerst auch innerhalb der Europäischen Raumfahrtagentur Esa der Astronaut mit der längsten Zeit im All.

Von RND/dpa