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Wirtschaft VW kündigt weiteres Elektro-SUV aus Zwickau an
Nachrichten Wirtschaft VW kündigt weiteres Elektro-SUV aus Zwickau an
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13:30 16.11.2018
VW-Chef Herbert Diess 2016 bei der Präsentation des ID in Paris. Quelle: Frank Johannsen
Zwickau

Volkswagen will in Zwickau nach ID Neo und ID Crozz noch ein weiteres Elektro-SUV bauen. Dabei werde es sich um eine Abwandlung des ID Crozz handeln, kündigte Werksleiter und E-Mobilitäts-Vorstand Thomas Ulbrich am Donnerstag in Zwickau an.

Nach LVZ-Informationen könnte es ein schnittiges SUV-Coupé werden – noch schnittiger als der ID Crozz selbst – und 2021 anlaufen. Insgesamt sollen in dem Werk, das gerade zu einem reinen E-Mobil-Standort umgebaut wird, dann sechs reine Elektro-Modelle gebaut werden – neben den drei Elektro-VW auch Stromer der Konzernschwestern Seat und Audi.

Der ID Crozz soll im Mai 2020 in Zwickau anlaufen.. Quelle: VW

Starten soll der erste reine Elektro-VW in genau einem Jahr: Im November 2019 läuft der kompakte ID Neo an. „Und wir liegen beim Ausbau voll im Plan“, sagte Ulbrich. Bereits sechs Monaten später, also im Mai 2020, folgt der ID Crozz, noch im selben Jahr dann als dritte Baureihe das Seat-Schwestermodell des kompakten ID Neo, das bei den Spaniern intern „Urban City Car“ heißt. Skoda dagegen will seine Variante des ID Neo in Tschechien selbst bauen.

Zwei Audi-SUVs aus Sachsen

Bis Ende 2021 werden in Zwickau dann auch die beiden Audis – beides SUVs – und der dritte VW anlaufen. „Wir haben dann alle sechs Monate einen Produktionsstart“, sagte der Technik-Chef im Werk, Reinhard de Vries. Am Ende werde das Werk sechs reine E-Modella von drei Marken im Programm haben, darunter vier SUVs, sagte Ulbrich. Basis für alle Modelle ist der neue Modulare E-Antriebs-Baukasten von VW.

Einer der drei Zwickauer VW-Stromer soll dann zusätzlich auch in Dresden montiert werden. Denn auch die dortige Gläserne Manufaktur will VW 2020 vom E-Golf auf ID umstellen. Welches der drei Zwickauer Modell dann auch nach Dresden kommen, wollte Ulbrich aber noch nicht verraten.

„Mit dem Produktionsstart des ID in gut zwölf Monaten bricht für VW eine neue Ära an“, sagte Ulbrich. Der Umbau der Fabrik zur reinen E-Auto-Schmiede hat bereits im Sommer begonnen. Bis November 2019 wird eine der beiden Fertigungslinien, auf denen bisher Golf und Golf Variant entstehen, umgerüstet. Bis Ende 2020 folgt die zweite. 1,2 Milliarden Euro lässt sich VW das kosten. Der größte Teil soll dabei auf den Umbau der Endmontage entfallen.

Bereits 2020 sollen 100 000 Elektroautos in Zwickau gebaut werden, kündigte Ulbrich an. Im zweiten Halbjahr 2021 werde dann die volle Kapazität von 1500 Autos am Tag erreicht werden. Das sind dann pro Tag sogar 150 Autos mehr als bisher, die Jahreskapazität steigt von 300 000 auf 330 000 Fahrzeuge.

Arbeitsplatzgarantie bis 2025

Das sichere alle 7700 Jobs im Werk, betonte Ulbrich. Neue Stellen entstehen aber nicht. Denn E-Mobile machen weniger Arbeit als traditionelle Fahrzeuge. Zudem will VW den Automatisierungsgrad auf das Dreifache erhöhen. Fahrerlose Transportsysteme bringen die Teile direkt ans Band, wo vernetzte Roboter sie verbauen.

Das werde man durch höhere Stückzahl und den Zuwachs bei der Modellfamilie ausgleichen, verspricht Ulbrich. „Niemand muss sich um seinen Arbeitsplatz sorgen.“ Entlassung seien bis Ende 2025 ausgeschlossen. Das habe man im November 2017 mit dem Betriebsrat vereinbart.

Man werde aber während des Umbaus zeitweise weniger Mitarbeiter in der Produktion brauchen, räumte der Zwickauer Personal Dirk Coers ein. Die Zeit werde man für die Schulung der Mitarbeiter nutzen– und auch einige von ihnen zweiweise an andere Standorte ausleihen. Das werde aber nur gut 100 Mitarbeiter betreffen.

Golf wechselt nach Wolfsburg

Noch bis Mitte 2020 wird in dem Werk parallel auch der Golf gebaut – aber nur noch in der Kombi-Version Variant. Den klassischen Golf wird Zwickau bereits Mitte 2019 komplett an Wolfsburg abgeben. Der Passat wurde bereits vergangenen Sommer komplett nach Emden verlagert.

Nach Zwickau will VW dann auch das Werk in Emden zum reine E-Auto-Standort umwandeln. Bis 2022 soll der Umbau erfolgen, hatte VW am Mittwoch erstmals offiziell bestätigt. Zeitgleich soll in Hannover der Elektro-Bulli ID Buzz anlaufen. Der klassische VW Transporter wird dort aber parallel weiter gebaut.

Auch der Passat, dessen Produktion gerade erst in Emden zusammengefasst wurde, wird anders als zunächst befürchtet nicht eingestellt. Die Produktion werde aber an einen anderen Standort verlegt, hieß es bei VW. Dem Vernehmen nach könnte er künftig in Osteuropa vom Band rollen. Details zu den Plänen will VW am Freitag in Wolfsburg bekanntgeben. Zuvor muss der Aufsichtsrat die Investitionen noch absegnen.

Entscheidung über US-Standort fällt Anfang 2019

Auch in China und den USA will VW Elektroautos bauen. In Anting bei Shanghai wird dafür bereits ein neues Werk gebaut, das 2020 in Betrieb gehen soll – kurz nach dem Start in Zwickau. In den USA steht der Standort noch nicht fest. Die Entscheidung soll Anfang 2019 fallen, kündigte Ulbrich an.

Chattanooga in Tennessee, wo VW schon eine Fabrik hat, hätte aber gute Chancen. „Chattanooga wäre sicher erste Wahl“, sagte Ulbrich. Es gibt noch andere Optionen, die derzeit geprüft würden. „Das wird sicher noch sechs bis acht Wochen dauern.“

Von Frank Johannsen

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