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Wirtschaft USA heben Sonderzölle auf Waren aus China an
Nachrichten Wirtschaft USA heben Sonderzölle auf Waren aus China an
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07:23 10.05.2019
Donald Trump, Präsident der USA, kommt nach einer Reise nach Florida im Weißen Haus an. Quelle: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
Washington

Die USA haben die Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus China empfindlich erhöht. Die Sonderabgaben auf Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar stiegen von Freitag an von bisher zehn auf 25 Prozent. Die Neuregelung trat am Freitag kurz nach sechs Uhr deutscher Zeit in Kraft.

Ungeachtet dessen hat sich der chinesische Chefunterhändler in den laufenden Handelsgesprächen in Washington, Liu He, hoffnungsvoll geäußert. „Wir wollen einige der Differenzen ehrlich, zuversichtlich und rational lösen“, sagte der Vizepremier in einem am Freitag in China ausgestrahlten Interview des chinesischen Staatsfernsehens CCTV. „Ich denke, es gibt Hoffnung.“

Doch in der gegenwärtigen Situation Strafzölle zu verhängen, sei aus chinesischer Sicht „keine gute Lösung für das Problem“, kritisierte Liu He. „Es ist nicht gut für China, nicht gut für die USA und für den Rest der Welt“, sagte Liu He in der US-Hauptstadt, bevor die USA die neuen Zölle um Mitternacht Washingtoner Zeit erließen.

Die erste Runde der jüngsten Gespräche endete am Donnerstagabend. Man habe sich darauf geeinigt, die Verhandlungen in Washington am Freitag fortzusetzen, teilte das Weiße Haus mit.

Handelsstreit: Trump wirft China Vertragsbruch vor

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und US-Finanzminister Steven Mnuchin hätten sich am Abend mit US-Präsident Donald Trump über den Verlauf beraten. Anschließend seien Lighthizer und Mnuchin zu einem Arbeitsessen mit dem Leiter der chinesischen Delegation, Vizepremierminister Liu He, zusammengekommen. Über Ergebnisse der Gespräche wurde nichts bekannt.

Trump warf China einen Bruch von Vereinbarungen vor, die in den monatelang anhaltenden Gesprächen bereits getroffen worden waren. China wolle Nachverhandeln. Der Prozess, der zu einem Abkommen führe, gehe zu langsam voran, bemängelte Trump und begründete damit die Erhöhung der Zölle.

Diese war eigentlich bereits im Januar vorgesehen gewesen, sollte es bis dahin keine Einigung geben. Beide Seiten hatten sich jedoch im Dezember auf einen vorübergehenden Waffenstillstand in dem Handelskrieg geeinigt.

Mehr lesen:
Was unternimmt Trump gegen deutsche Autohersteller?

Von RND/AP

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