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Wirtschaft Trickserei muss konsequent verfolgt werden
Nachrichten Wirtschaft Trickserei muss konsequent verfolgt werden
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18:58 26.12.2016
Quelle: dpa
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Berlin

Dort, wo viel ist, gibt es für den Staat noch immer viel zu holen. Das zeigt der spektakuläre Kampf gegen Hinterzieher und Trickser beim Stichwort „Panama-Papers“ oder der Blick auf die abenteuerlichen Tarnversuche kickender Millionarios und ihrer Manager. Ganz ohne Agenda 2010, Hartz IV oder Sozialkontrolle, sondern schlicht und einfach bei Einhaltung geltender allgemeiner und gleicher Steuerregelungen für alle.

Voraussetzung wäre nur, dass der Staat seiner Pflicht nachkommt, die erlassenen Regelungen und Gesetze auch zu exekutieren. Grob geschätzt treibt jeder zusätzliche Steuerprüfer im Land das 20-fache seines Gehalts ein. Sechs Milliarden Euro hat der Fiskus allein deshalb eingenommen, weil es gelungen ist, die Steueroase Schweiz halbwegs trocken zu legen. Da müsste es doch Ehrensache für die Finanzminister sein, dass man auch im Inland endlich konsequent die Trickserei bekämpft.

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Kontrollen gehen sogar zurück

Aber stattdessen gehen die Kontrollen für Einkommensmillionäre zurück. Lediglich 2,4 Prozent aller Betriebe werden jährlich durch Steuerprüfer unter die Lupe genommen. Aber bei jedem abhängig beschäftigten normalen Lohnsteuerpflichtigen werden Nachforderungen des Finanzamtes ohne viel Nachsicht eingetrieben.

Wer da nicht begreift, dass etwas faul ist, der muss sich den Vorwurf gefallen lassen, auf Kriegsfuß mit der Gerechtigkeit zu stehen. Es wird höchste Zeit, dass endlich alle das ihnen Mögliche zur Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen und staatlichen Infrastruktur leisten. Es gibt manche, die könnten mehr tun, wenn man sie eindringlich dazu ermunterte. Notfalls mit einer Steuerpolizei.

Von RND/Dieter Wonka

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