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Wirtschaft Penny oder Netto: Wo lohnt sich der Einkauf mehr?
Nachrichten Wirtschaft Penny oder Netto: Wo lohnt sich der Einkauf mehr?
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19:40 10.10.2019
Wo gibt’s die meisten Markenprodukte zum kleinen Preis? TV-Sternekoch Nelson Müller machte im ZDF den Test (Symbolbild).

Die deutschen Discounter buhlen um Kunden. Und während Aldi und Lidl die Spitzenplätze belegen, machen sich auch Netto und Penny in Deutschland breit – 2100 beziehungsweise 4000 Filialen haben die beiden Markendiscounter mittlerweile. TV-Sternekoch Nelson Müller hat die beiden Ketten nun verglichen – und dabei auf Preise, Geschmack und Sauberkeit geachtet.

Die Preise

Beim Preis sind die Unterschiede zwischen Netto und Penny meist gering. Ein Muster-Einkaufswagen mit 20 Artikeln lag bei Penny bei 37,53 Euro, bei Netto kosteten die gleichen Waren 38,40. Unterschiedlich wirkten sich aber die Sonderangebote aus. Bis zu 6,20 Euro war Penny bei einigen Produkten günstiger als Konkurrent Netto, wie die ZDF-Tester bei mehreren Testkäufen über neun Wochen hinweg feststellten.

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Trotzdem sind die Rabattaktionen vor allem Lockangebote: Zwar wirken die Rabatte oft verführerisch, unterm Strich sind aber – etwa am Wochenende – nur 0,1 Prozent (Netto) oder 0,14 Prozent (Penny) aller Waren wirklich vergünstigt.

Der Geschmack

Beim Geschmack haben die Hausmarken von Netto die Nase vorn. Geprüft wurden Kekse, Fruchtgummi, Schokoriegel, Apfelringe und Schokoerdnüsse – die Probeesser fanden lediglich die Apfelringe und die Kekse von Penny leckerer als die von Netto. Bei allen anderen Hausmarken punktete demnach Netto.

Bei den Backwaren schnitt hingegen keine der beiden Marken gut ab. Leckeres Brot sei eben nicht zum kleinen Preis zu haben, so Müller. Getestet wurde aber nicht nur der Geschmack, sondern auch die Qualität – mithilfe eines Labors. Das ermittelte prompt, dass keines der Produkte wirklich überzeugen konnte. Immerhin: Brötchen und Co. von Penny bleiben etwas länger frisch.

Die Hygiene

Der wohl unappetitlichste Teil des Tests: In 20 Berliner Filialen konnten die Tester Darmbakterien nachweisen. Und auch abseits dessen wirken sowohl Penny als auch Netto etwas siffig auf die Tester. Unter anderem fanden sie faule Früchte oder dreckige Backstationen. Möglicherweise ein Zeichen für fehlendes Personal, mutmaßt eine Gewerkschafterin, bei der Nelsons Team nachgefragt hat.

Die Konkurrenz

Insgesamt sind zuletzt alle Discounter gegenüber den klassischen Supermärkten ins Hintertreffen geraten. Während Letztere ihre Umsätze im ersten Halbjahr um gut 2 Prozent steigerten, wuchsen die Discounter der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge nur um 0,1 Prozent. Hauptgrund dafür aus Sicht der GfK: Der Preis hat für Verbraucher an Bedeutung verloren, viel mehr geht es nun um den Wohlfühlfaktor.

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