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Wirtschaft Miet’ dir eine Kuh
Nachrichten Wirtschaft Miet’ dir eine Kuh
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19:00 30.11.2017
Welche soll es sein? Kunden können sich ihre Kuh aussuchen. Quelle: dpa
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Berlin

Soll es Friederike sein? Herta? Oder doch lieber Molly? Die Rede ist von Kühen. Und zwar zum Mieten. Dieses neue Geschäftsmodell hält gerade in Österreich Einzug. Und die Bauern sind begeistert: Auf dem Hof von Ewald Wurzinger sind 52 der 60 Kühe im Stall vermietet. „Kuh4You“ nennt er seine neue Vermarktungsstrategie. Für 150 Euro im Jahr bekommen Kuhmieter viermal im Jahr ein Paket mit Frischkäse, Jogurt, Aufstrichen und Käse aus der Hofkäserei. Ein stolzer Preis – dafür ist alles von der eigenen Kuh, die die Mieter natürlich auch im Stall besuchen können. Wer selbst mal melken will, darf das auch.

„Identitätsstiftend“ nennt Wurzinger sein Geschäftsmodell in der Fachzeitschrift „Landwirt“. Zwar mache der Umsatz nur einen kleinen Teil des Betriebseinkommens aus. Aber man könne den Kunden so erklären, wo die Milch und der Käse herkommen. Kuhmiete als Aufklärungskampagne sozusagen. Als Nächstes will er eine Webcam im Kuhstall installieren, damit die Mieter jederzeit einen Blick auf ihr Tier werfen können.

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Ein Stück Acker zur Miete

Der Trend zu mieten statt zu besitzen ist in der Landwirtschaft angekommen. Übrigens auch in anderer Form. Die Initiative Ackerhelden bietet in vielen deutschen Regionen Felder zum Teilen an. Großstädter können so den engen vier Wänden entfliehen – und kümmern sich auf dem Gemeinschaftsacker um ihr Biogemüse. Der Boden wird für sie vorbereitet, die Setzlinge werden gepflanzt, es gibt Gartengeräte, Gießwasser und Tipps vom Profi. Anbauen für Anfänger. Ach ja, kosten tut das Ganze 199 Euro im Jahr. Dafür dürfen die Ackerhelden von Mai bis November ihr eigenes Gemüse ernten.

Von Anne Grüneberg/RND

30.11.2017
30.11.2017