Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft McDonalds verbannt Plastikstrohhalme
Nachrichten Wirtschaft McDonalds verbannt Plastikstrohhalme
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:26 15.06.2018
McDonalds will künftig auf Plastikstrohhalme ersetzen. Quelle: dpa
Anzeige
London

Umweltschutz kommt auch im Bewusstsein großer Unternehmen an: McDonalds will auf Strohhalme aus Plastik verzichten. Das berichtet die BBC. Die Fast-Food-Kette wird demnach künftig Trinkhalme aus Papier einsetzen. Rund 1,8 Millionen Plastikstrohhalme täglich sollen ab September aus den Filialen in Großbritannien und Irland verschwinden.

Kunden hätten das Unternehmen darauf aufmerksam gemacht, dass vor dem Hintergrund einer öffentlichen Debatte um Plastikmüll gerade beim Thema Strohhalm etwas passieren müsse , begründete der Konzern den Schritt. Bereits zu Beginn des Jahres seien Tests mit der Variante aus Papier erfolgreich abgeschlossen worden.

Anzeige

Nach Großbritannien und Irland sollen auch Versuche in den USA, Frankreich und Norwegen starten. In manchen Ländern würden Strohhalme schon jetzt nur noch auf Nachfrage der Kunden herausgegeben. Ob und wann McDonalds den Papierhalm auch nach Deutschland bringt, blieb unklar.

Trinkhalme und Wattestäbchen sollen verboten werden

Die meisten Strohhalme werden aus Kunststoffen wie Polypropylen und Polystyrol hergestellt, die, wenn sie nicht recycelt werden, Hunderte von Jahren benötigen, um sich zu zersetzen.

Im April hatte die britische Regierung angekündigt, Trinkhalme und Wattestäbchen aus Plastik verbieten zu wollen. Deutsche Politiker diskutieren derzeit über die sogenannte Plastiksteuer. Details zur einer möglichen Abgabe auf Kunststoffprodukte stehen noch nicht fest.

Unterdessen hat sich der Verbrauch von Plastiktüten in Deutschland deutlich verringert. Während 2016 jeder Deutsche noch 45 Tüten benutze, waren es im vergangenen Jahr nur noch 29, wie die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mitteilte. Demnach wurden 2017 in Deutschland 2,4 Milliarden Tüten in Umlauf gebracht, 1,3 Milliarden weniger als im Vorjahr.

Von RND/are