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Wirtschaft Lidl will Zucker deutlich reduzieren
Nachrichten Wirtschaft Lidl will Zucker deutlich reduzieren
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16:02 05.04.2018
Discounter Lidl will Salz und Zucker in seinen Eigenmarken reduzieren.
Discounter Lidl will Salz und Zucker in seinen Eigenmarken reduzieren. Quelle: dpa
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Hannover

Erst am Mittwoch forderte die Verbraucherorganisation Foodwatch eine Zuckersteuer auch für Deutschland – in Großbritannien tritt eine solche Abgabe bereits am Freitag in Kraft. Während andere Länder Hersteller und Unternehmen gesetzlich unter Druck setzen wollen, weniger Zucker zu verwenden, reduzieren in Deutschland einige Produzenten schon jetzt freiwillig den Anteil.

Discounter Lidl kündigte an, „in einigen Erfrischungsgetränken wie Cola oder Eistee im ersten Schritt den Zuckeranteil um fünf bis acht Prozent“ senken zu wollen. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“ (WiWo) unter Berufung auf eine Sprecherin des Unternehmens. Auch Joghurts wolle der Discounter überarbeiten, hieß es in dem Bericht weiter. Ebenso solle der Zuckeranteil diverser Backwaren reduziert werden. Dabei gehe es unter anderem um gefüllte Croissants.

Lidl will Salz und Zucker in Eigenmarken reduzieren

Schon im vergangenen Januar hatte sich das Unternehmen vorgenommen, Salz und Zucker bei den Eigenmarken bis 2025 deutlich zu reduzieren – um 20 Prozent. Im Zuge dessen sei bereits die Zusammensetzung einzelner Cornflakes-Rezepturen angepasst worden.

Dass das Thema Zucker viele Verbraucher beschäftigt, zeigt sich auch bei den Konkurrenten Aldi Süd und Rewe. Während Aldi bereits auf Müslis mit geringerem Zuckeranteil setzt, kündigte Rewe an, den Anteil des Zuckers in rund 100 Produkten seiner Eigenmarke ebenfalls reduzieren zu wollen.

Markenhersteller wollen nachziehen

Doch nicht nur die Discounter haben die Gefahr des steigenden Zuckerkonsums erkannt, auch Markenhersteller überdenken ihre Rezepturen. Das Thema Zuckerreduktion sei für sämtliche Produkte und Marken interessant, zitiert die WiWo eine Sprecherin von Dr. Oetker. Bahlsen, die Molkerei Zott und Zentis beschäftigten sich ebenfalls mit der Thematik.

Nach der Debatte um zu viel Zucker in Getränken wolle auch Eckes-Granini den Anteil des zugesetzten Zuckers in den nächsten zwei Jahren um zehn Prozent reduzieren, hieß es in dem Bericht.

Von RND/are