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Wirtschaft Bundesregierung schraubt Wachstumsprognose deutlich nach unten
Nachrichten Wirtschaft Bundesregierung schraubt Wachstumsprognose deutlich nach unten
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10:52 25.01.2019
Hamburg: Container werden beim Logistikunternehmen Eurokombi im Hafen verladen. Quelle: Christian Charisius/ dpa
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Berlin

Die Bundesregierung will ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten schrauben. Sie rechnet im neuen Jahreswirtschaftsbericht für 2019 nur noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 Prozent, heißt es in Koalitionskreisen, berichteten „Spiegel“ und „Handelsblatt“.

In ihrer Herbstprognose war die Regierung noch von einem Plus von 1,8 Prozent ausgegangen. Gerade erst hat Finanzminister Olaf Scholz sinngemäß verkündet: Die fetten Jahre sind vorbei. Und der Internationale Währungsfonds warnte jüngst: Nach neun Jahren Boom rückt das Ende der goldenen Zeiten näher.

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Weniger Wachstum durch Brexit und Handelskonflikte mit den USA

Als Gründe für die deutliche Senkung werden laut den Berichten unter anderem eine Abkühlung der Weltwirtschaft sowie die Hängepartie um den EU-Austritt Großbritanniens genannt. Wird es einen No-Deal-Brexit geben, müssen diverse Branchen mit gravierenden Folgen rechnen. 

Wirtschaftsminister Peter Altmaier rechnet bis 2020 mit einem geringeren Wirtschaftswachstum. Quelle: Lino Mirgeler/ dpa

Für 2020 rechnet die Regierung dann wieder mit einem stärkeren Wachstum in Höhe von 1,6 Prozent. Die Bundesregierung bliebe mit ihrer Prognose für 2019 deutlich unter den bisherigen Erwartungen von Forschungsinstituten.

Abgas-Debatte wirkt sich auf deutsche Wirtschaft aus

Die deutsche Wirtschaft war nach einer Delle im Sommer zum Jahresende 2018 wieder auf Wachstumskurs zurückgekehrt. Im dritten Vierteljahr war das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent geschrumpft. Dies lag vor allem an Produktionsengpässen in der Autoindustrie nach einer Umstellung auf einen neuen Abgasstandard.

Im Gesamtjahr 2018 war die deutsche Wirtschaft nach einer ersten Schätzung der Statistiker um 1,5 Prozent gewachsen, nach jeweils 2,2 Prozent in den beiden Vorjahren. 2018 war das neunte Wachstumsjahr in Folge seit 2010. Gestützt wurde die Konjunktur im vergangenen Jahr dem Bundesamt zufolge abermals von der Kauflust der Verbraucher. Die von den USA angeheizten Handelskonflikte belasten aber das wichtige Exportgeschäft.

Von RND/dpa

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