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Wirtschaft Kult-Gitarrenbauer Gibson zupft auf der letzten Saite
Nachrichten Wirtschaft Kult-Gitarrenbauer Gibson zupft auf der letzten Saite
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16:03 22.02.2018
Auch Kult-Gitarrist Slash vertraut auf eine Gitarre aus dem Hause Gibson. Quelle: picture alliance / dpa
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Hannover

In der über 115-jährigen Unternehmensgeschichte blickt der Zupfinstrumente-Hersteller aus aus dem US-Bundesstaat Tennessee auf eine wechselvolle Geschichte. Seit 1902 versorgte das Haus Künstler mit seinen Produkten und wusste auf die dynamischen Umbrüche in der Musikwelt stets mit neuen Modellen und Innovationen zu punkten.

Doch den Niedergang der Rock-Musik verkraftete Gibson zuletzt immer schlechter. Der langjährige Branchenriese, der neben seinem größten Konkurrenten Fender die Musikerriege kontinuierlich belieferte, steht Berichten der „Nashville Post“ zufolge vor einem Schuldenberg von einer halben Milliarde US-Dollar.

Im Detail ist ein 375 Millionen Dollar schweres Aktien- sowie ein Bankdarlehen für die Schuldenlast verantwortliche, da beide Pakete in Kürze fällig werden. Erst 2014 kaufte Gibson die Unterhaltungssparte des niederländischen Unternehmens Philips für 135 Millionen Dollar auf.

Abhilfe für das Traditionshaus soll ein neuer Finanzchef schaffen. Wie die „Nashville Post“ berichtet, soll die Investmentbank Jeffries Group LLC mit Gibson einen Refinanzierungsplan aufstellen. Anleihegläubiger wollen jedoch nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern auch einen personellen Wechsel einläuten. Sie drängen auf einen Wandel an der Unternehmensspitze und wollen die Führungsriege rund um Chef Henry Juszkiewicz austauschen.

Von RND/krö