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Wirtschaft Bei Continental in Limbach-Oberfrohna droht Stellenabbau
Nachrichten Wirtschaft Bei Continental in Limbach-Oberfrohna droht Stellenabbau
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18:34 07.08.2019
Wegen der Diesel-Krise stockt die Nachfrage nach den Piezo-Injektoren für Diesel-Einspritzsysteme aus Limbach-Oberfrohna. Jetzt will Continental in dem Werk Stellen streichen. Quelle: Jan Woitas/dpa
Hannover/Limbach-Oberfrohna

Dem sächsischen Werk des Autozulieferers Continental in Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) droht ein Stellenabbau. Wegen der schwachen Nachfrage nach Verbrennungsmotoren kündigte Conti-Chef Elmar Degenhart am Mittwoch in Hannover einen konzernweiten Sparkurs an – inklusive Stellenabbau. Und der wird auch das sächsische Werk in Limbach-Oberfrohna treffen. Denn hier werden die Injektoren für Dieselmotoren produziert. Und für die gibt es immer weniger Abnehmer.

„Derzeit ist das Marktumfeld sehr herausfordernd“, sagte Degenhart am Mittwoch in Hannover. „Auf den rückläufigen Markt reagieren wir mit strenger Kostendisziplin und Erhöhung unserer Wettbewerbsfähigkeit.“ Treffen soll der Sparkurs soll vor allem die Antriebssparte, zu der auch das Werk in Limbach-Oberfrohna gehört. Und gespart werden soll vor allem bei Kraftstoffpumpen, Abgasreinigungskomponenten – und Injektoren. Und auf genau die ist Limbach-Oberfrohna als Kompetenzzentrum spezialisiert.

Wie viele der derzeit 1200 Jobs am Standort wegfallen, blieb zunächst offen. Das müsse nun zunächst mit den Arbeitnehmervertretern besprochen werden. „Unser Ziel ist es, hier individuelle Lösungen zu finden“, sagte eine Conti-Sprecherin der LVZ. „Die Gespräche und Entscheidungen hierzu laufen. Somit gibt es auch noch keine finalen Aussagen zu Stellenabbau an konkreten Standorten.“

Conti setzt auf Elektro statt Diesel

Weil sich Pumpen und Injektoren für Verbrennungsmotoren immer schlechter verkaufen, will Conti auch kein weiteres Geld in diesen Bereich investieren – und sich auch nicht mehr um neue Abnehmer bemühen. „Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Produktionskapazitäten für Neuentwicklungen verlieren ihre Wirtschaftlichkeit“, erklärte Sparten-Chef Andreas Wolf .

Stattdessen will er das Geschäft mit Elektroantrieben ausbauen.„Die Zukunft ist zweifellos elektrisch. Davon sind wir überzeugt“, sagte Wolf. Das soll auch den drohenden Stellenabbau bei den klassischen Antrieben zumindest abfedern. „Wo immer möglich, werden wir unsere Mitarbeiter durch die Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten für die neuen Technologiefelder zukunftsfähig machen und damit für etwaige neue Aufgaben qualifizieren.“

Von Frank Johannsen

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