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Wirtschaft Bahn bekommt weitere Bundes-Milliarden für das Schienennetz
Nachrichten Wirtschaft Bahn bekommt weitere Bundes-Milliarden für das Schienennetz
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09:28 20.05.2019
Die Deutsche Bahn muss unter anderem massiv in ihr Schienennetz investieren. Quelle: imago images / snapshot
Berlin

Die Deutsche Bahn soll vom Bund künftig deutlich mehr Geld für den Erhalt ihres Schienennetzes bekommen. Derzeit gibt der Bund dafür jährlich 3,5 Milliarden Euro – bis 2024 soll dieser Betrag insgesamt auf rund 5,5 Milliarden Euro wachsen. Dies berichtete das Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Die Zahlen wurden der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Verhandlungskreisen bestätigt.

Bei der Bahn gibt es einen großen Sanierungsstau mit teils maroden Gleisen oder Brücken. Das ist ein Grund dafür, dass der Fahrplan oft nicht eingehalten wird.

Die Bundesregierung und der bundeseigene Konzern verhandeln derzeit über eine sogenannte Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung. Diese soll laut Verhandlungsstand künftig wie bisher nicht mehr für fünf Jahre, sondern für zehn Jahre festgeschrieben werden. Ab 2025 könnte der Beitrag des Bundes auf mehr als 6,5 Milliarden Euro steigen.

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Die Bundesregierung hatte angekündigt, die Bahn zu stärken. Der Konzern hatte bereits deutlich mehr Geld für das Schienennetz verlangt als ursprünglich geplant. Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla hatte im April der Deutschen Presse-Agentur gesagt: „Mehr Mittel des Bundes bedeuten: Die Qualität und die Zuverlässigkeit des Netzes wird besser, und am Ende wird auch die Pünktlichkeit besser.“

Mehr Geld sei auch deshalb nötig, um kapazitätsschonend zu bauen - das heißt etwa: anstelle von Totalsperrungen eingleisiger Betrieb mit Gleiswechsel über zusätzliche Weichen, zudem Hilfsbrücken und schnellere Schienenschleifzüge. Pofalla hatte sich außerdem für eine zehnjährige Laufzeit der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung ausgesprochen. „Das würde uns in eine Lage versetzen, dass wir mit der Bauwirtschaft ganz anders über Preise reden können.“ Für die Bahn und für die Baufirmen würde zudem die Planung einfacher.

Von RND/dpa