Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft BMW kürzt Tausenden Hochqualifizierten Arbeitszeit
Nachrichten Wirtschaft BMW kürzt Tausenden Hochqualifizierten Arbeitszeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:22 04.10.2019
BMW will im Zuge seines Sparprogramms bei Tausenden hochqualifizierten Mitarbeitern Arbeitszeit und Gehalt reduzieren. Quelle: imago images/blickwinkel
München

BMW will im Zuge seines Sparprogramms bei Tausenden hochqualifizierten Mitarbeitern Arbeitszeit und Gehalt reduzieren. Das kann bei einigen der mehr als 5000 Betroffenen Einbußen von 10 000 bis 14 000 Euro im Jahr bedeuten, wie die "Wirtschaftswoche" (Donnerstag) berichtet. BMW kommentierte die Zahlen nicht, bestätigte aber, dass es bei den Gesprächen über das Sparpaket auch darum gehe, die Zahl der auf 40 Stunden aufgestockten Verträge zu reduzieren. Der Betriebsrat hat Widerstand angekündigt.

Hintergrund der Debatte ist, dass hochqualifizierte Mitarbeiter bei BMW die tarifliche Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden erhöhen können und dann entsprechend mehr Geld bekommen. Dies setzt voraus, dass Unternehmen und Mitarbeiter dies wollen und ist üblicherweise auf zwei Jahre befristet. BMW will nun viele dieser Vereinbarungen nicht verlängern. Laut "Wirtschaftswoche" soll etwa ein Drittel der rund 17 000 Mitarbeiter mit solchen Verträgen betroffen sein.

Betriebsrat befürchtet Arbeitsverdichtung

Von Seiten des Betriebsrats kommt Kritik: "Ich werde dafür Sorge tragen, dass hoch qualifizierte Mitarbeiter weiter 40 Stunden arbeiten dürfen", sagte Betriebsratschef Manfred Schoch dem Blatt. Eine Sprecherin sagte der dpa: "Wir wollen nicht, dass wenige Menschen massiv betroffen sind." Zudem befürchtet der Betriebsrat, dass die Kürzung zu Arbeitsverdichtung führe: "Die Arbeit wird ja nicht weniger."

BMW will die Gespräche über das Sparpaket bis Ende des Jahres abschließen. Beim Betriebsrat heißt es, man stehe dabei erst ganz am Anfang. Neben der Reduzierung der 40-Stunden-Verträge geht es bei dem Sparpaket auch um Einschnitte beim Jahresbonus und einen Abbau von Zeitarbeit. Zudem sollen frei werdende Stellen nicht nachbesetzt werden.

Lesen Sie auch: Gehört die Zukunft wirklich dem Elektroauto?

RND/dpa

Die Insolvenz von Thomas Cook erschüttert Hotels, Reisebüros und Touristen weltweit. Viele Länder befürchten Ausfälle und Kosten in Höhe von Hunderten Millionen Euro, Urlauber wissen nicht, was sie im kommenden Jahr erwartet. Nichtsdestotrotz: Es gibt auch Optimismus.

04.10.2019

Der E-Autokonzern Tesla hat die ambitionierten Vorgaben seines Chefs Elon Musk im vergangenen Quartal verfehlt. Damit werden auch die Jahresziele schwer erreichbar. Die Börse reagiert empfindlich.

03.10.2019

Rund 11.500 Kunden der insolventen deutschen Thomas Cook GmbH sind derzeit noch im Urlaub. Der Großteil von ihnen soll bis zum Wochenende die Heimreise antreten, teilte das Unternehmen mit.

03.10.2019