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Wirtschaft Apple, Kraft & Co. drücken Warren Buffetts Investmentgesellschaft ins Minus
Nachrichten Wirtschaft Apple, Kraft & Co. drücken Warren Buffetts Investmentgesellschaft ins Minus
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13:44 24.02.2019
Berkshire-Hathaway-CEO Warren Buffett im Mai 2018 in einem Interview. Quelle: Nati Harnik/AP
Omaha

Ungewohntes Bild für Starinvestor Warren Buffett: Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway des 88-Jährigen, der mit einem Vermögen von zuletzt knapp 83 Milliarden Dollar zu den reichsten Menschen der Welt zählt, rutschte im vierten Quartal wegen der Kursverluste bei vielen wichtigen Beteiligungen wie Apple und Kraft Heinz tief in die roten Zahlen. Am Ende des Quartals stand ein Minus von 25 Milliarden Dollar (22,3 Mrd Euro).

Diese Zahl klingt zunächst dramatisch, ist sie aber nicht – schließlich geht sie vor allem auf neue Bilanzregeln zurück. Buffett hat ein ganz anderes Problem und das ist die Frage, was er mit seinem vielen Geld anfangen soll. Ende 2018 ist der Bestand an flüssigen Mitteln auf 112 Milliarden Dollar angewachsen und die erhoffte Riesenübernahme ist nicht in Sicht.

„Die Preise für Geschäfte, die langfristige Perspektiven versprechen, sind schwindelerregend hoch“, schrieb Buffett in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre. Dies werde auch im laufenden Jahr dazu führen, noch mehr Geld in an der Börse handelbare Aktien stecken zu müssen. Ganz hat er die Hoffnung auf einen Riesenübernahme nicht aufgegeben, es sei aber auch nicht bald damit zu rechnen.

Ungeklärte Nachfolge

Die zweite wichtige Frage ist die seiner Nachfolge an der Spitze der 1955 gegründeten Gesellschaft. Auch hier brachte der Brief an die Anleger keine Neuigkeiten. Buffett ließ aber durchblicken, dass er von seinem Nachfolger erwartet, dass Unternehmen in seiner jetzigen Form zusammenzuhalten und nicht aufzuspalten.

Unter dem Strich verdiente Buffetts Investmentgesellschaft wegen der Kursverluste an den Börsen im vergangenen Jahr nur noch vier Milliarden Dollar nach fast 45 Milliarden Dollar im Jahr zuvor. 2017 hatte allerdings auch die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump, die vor allem Vermögenden und Reichen zugute gekommen ist, das Ergebnis um 29 Milliarden Dollar nach oben getrieben.

Von RND/dpa