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Wirtschaft Amazon baut eigene Zustelldienste aus und kauft Versandapotheke
Nachrichten Wirtschaft Amazon baut eigene Zustelldienste aus und kauft Versandapotheke
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16:11 28.06.2018
Amazon forciert den Aufbau eigener Zustelldienste in den USA. Quelle: dpa/AP
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Seattle

Amazon steigt in den Medikamentenhandel ein. Das Unternehmen hat die amerikanische Online-Apotheke PillPack übernommen. Sie spezialisiert sich auf die Betreuung von Patienten, die Arzneimittel auf Rezept bekommen: Die Firma stellt die Medikamente zusammen und organisiert den Versand. Amazon nannte am Donnerstag keinen Kaufpreis.

Gleichzeitig wildert Amazon immer deutlicher im Revier seiner eigenen Zusteller. In den USA treibt der Konzern nun den Ausbau eines eigenen Zustelldienstes voran. Amazon forderte Unternehmer in einer Mitteilung vom Donnerstag zur Gründung kleinerer Lieferfirmen auf, die dann bis zu 40 Fahrzeuge mit Amazon-Logo betreiben sollten.

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Amazon will hunderte kleine Lieferfirmen gewinnen

Amazon verspricht den neuen Lieferdiensten „aktive Starthilfe“ und einen operativen Gewinn von jährlich bis zu 300 000 US-Dollar. Mit der Zeit will Amazon so nach eigenen Angaben „hunderte“ kleine Lieferfirmen gewinnen. Der Konzern argumentiert derzeit, die wachsende Zahl der Paketzustellungen zwinge ihn zum Aufbau des eigenen Lieferdienstes, da die etablierten Zusteller FedEx, UPS und die US-Post mit dem steigenden Aufkommen nicht mehr Schritt halten könnten.

Auch hierzulande hat Amazon bereits eigene Auftragszusteller am Start. Die geplante Ausweitung des Amazon-Lieferdienstes wird vor allem als Bedrohung für das Paketgeschäft der Post gesehen – deren wichtigster Großkunde Amazon ist. Da Amazon in der Regel Neuerungen im eigenen Land ausprobiert, bevor es diese dann über die Grenzen der USA hinausträgt, könnten die neuen Pläne in den USA die Post-Manager in Bonn womöglich hellhörig machen.

Von dpa/asu/RND

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