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Promis Darum räumt Charlotte Roche Smoothies im Supermarkt um
Nachrichten Promis Darum räumt Charlotte Roche Smoothies im Supermarkt um
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11:16 04.09.2019
Charlotte Roche hat zum Boykott von den True-Fruits-Smoothies aufgerufen. Quelle: Henning Kaiser/dpa

Mit ihren doppeldeutigen Slogans wie „Oralverzehr – schneller kommst du nicht zum Samengenuss“ oder sexistischen Botschaften wie Sun Creamie – Sommer, wann feierst du endlich dein Cumback“ steht der Smoothie-Hersteller True Fruits schon länger in der Kritik. Promis und Influencer haben nun zum Boykott der Marke aufgerufen, die einen Smoothie in schwarzer Flasche als „Quotenschwarzen“ bezeichnet. Wegen des Slogans „Abgefüllt und mitgenommen“ sieht sich das Unternehmen außerdem mit der Kritik konfrontiert, sexuellen Missbrauch zu verharmlosen.

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Mit einem Instagram-Post hat sich Autorin und Podcasterin Charlotte Roche dem Boykottaufruf von True Fruits angeschlossen. „Bitte kauft keine True-Fruits-Smoothies mehr. Die Hersteller_innen machen sich lustig über Opfer von sexueller Gewalt. #boycotttruefruits Man kann auch einfach ein paar Trauben und einen Haps Apfel und zwei Blaubeeren so lange im Mund kauen und hin- und herquetschen bis man einen ganz frischen personalisierten Smoothie hat“, schreibt Roche. Und nicht nur das: In einer Instagram-Story dokumentierte die Moderatorin, wie sie in einem Supermarkt umdekoriert.

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Sonnenschutz für die Öhrchen aus Müll vom Boden gebaut. Billie Eilish gesehen. Und gehört. Ich habe ganz grosse Hoffnungen für die Frauen der folgenden Generationen. Und ich habe zugeguckt wie der Koch am Stand für gebratene Nudeln einfach 2!! grosse Kellen voll weissen Zucker in den Wok geschüttet hat. Nach diesen Nudeln gabs keinen Nachtisch mehr. Ach und bitte kauft keine truefruit smoothies mehr. Die Hersteller_innen machen sich lustig über Opfer von sexueller Gewalt. #boycotttruefruits Man kann auch einfach ein paar Trauben und einen Haps Apfel und zwei Blaubeeren solange im Mund kauen und hin und herquetschen bis man einen ganz frischen personalisierten Smoothie hat. Das Kauen ist sehr wichtig, weil der Magen doch die Spucke braucht, um all die guten Inhaltsstoffe des Obstes zu zersetzen. Smoothie ist für Kaufaule. Oh. Wie das Wort aussieht. Toll. Nacht ihr Süssen.

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In dem Video ist zu sehen, wie Roche in einem Kühlregal Hand anlegt: Die Smoothies des umstrittenen Herstellers verdeckt sie mit Produkten von Konkurrenzunternehmen. „Sei Teil einer Bewegung“, lautete die Forderung an ihre Follower. Ihre Fans lassen sich nicht lange bitten und machen es ihr nach. Auf ihrem Instagram-Account veröffentlicht sie mehrere Umräumaktionen.

Die Fans von Charlotte Roche räumen die Supermarktregale um. Quelle: Instagram/Charlotte Roche
Mit ihrer Instagram-Story hat Charlotte Roche eine kleine Umräumbewegung gestartet.

Bereits im Februar startete die Petition „truediskriminierung und sonst nichts. Nehmt true fruits aus Eurem Sortiment“, mit der sich die Unterzeichner an die Handelspartner des Smoothie-Herstellers wenden. Inzwischen haben mehr als 50.000 Menschen unterschrieben.

True Fruits ließ sich von der Protestbewegung bisher wenig beeindrucken. Auch nach einer Rüge des Werberats wegen sexistischer Werbung änderte das Unternehmen seine Werbestrategie nicht. Kritiker bezeichnet es als „zu dumm, um den Humor zu verstehen“. Nach dem Boykottaufruf von Roche antwortete das Unternehmen mit dem unkommentierten Bild einer Flasche „innocent“ (unschuldig). In den Kommentaren wird kritisiert, dass bei der Umräumaktion nicht bedacht werde, dass es Mehraufwand für die Verkäufer bedeutet.

RND/mat

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