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Promis Hollywood-Stars Christian Bale und Matt Damon im Doppelinterview
Nachrichten Promis Hollywood-Stars Christian Bale und Matt Damon im Doppelinterview
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10:30 26.10.2019
Wer ist hier wohl der bessere Fahrer? Matt Damon (l.) und Christian Bale stellen ihren Rennfahrerfilm „Le Mans 66“ vor. Quelle: imago images/Starface

Der eine gilt als Chamäleon vor der Kamera. Christian Bale (45) war genauso der mörderische „American Psycho“ wie der Comicsuperheld „Batman“. Der andere war als Jason Bourne einer der schlagkräftigsten Geheimagenten im Hollywoodkino – und genauso gab Matt Damon (49) in den „Ocean“-Filmen einen coolen Edelgauner.

Wenn diese beiden Charakterdarsteller sich zusammentun und dann noch eine Schippe Humor draufpacken, darf man schon mit einem besonderen Männerfreundschaftsfilm rechnen. In „Le Mans 66“ spielen sie den Rennfahrer Ken Miles (Bale) und den Autoingenieur Carroll Shelby (Damon), die unbedingt das 24-Stunden-Rennen in Frankreich gewinnen wollen. Kinostart für das nostalgische Drama ist der 14. November.

Herr Bale, Herr Damon, in Ihrem neuen Film rasen Männer in Autos im Kreis herum. Ist diese Beschäftigung im Greta-Thunberg-Zeitalter noch angemessen?

Bale: Greta ist fantastisch! Es ist Wahnsinn, dass die Uhr auf diesem Planeten tickt, und so wenig gegen die Klimakatastrophe getan wird. Aber dafür ist doch der Rennsport nicht verantwortlich. Wir hätten die Historie wohl etwas zu sehr zurechtgebogen, wenn wir den GT40-Ford im Film „Le Mans 66“ zum E-Auto umkonstruiert hätten.

Damon: Wir haben einen Historienfilm über das 24-Stunden-Rennen in Le Mans 1966 gemacht, in dem Ford alles daransetzte, den großen Rivalen Ferrari zu besiegen. Da kann man keine Erwartungen von heute drüberstülpen.

Welche Autos fahren Sie im wirklichen Leben?

Bale: Ich habe einen Pick-up-Truck – und warte darauf, dass es etwas Ähnliches in einer E-Version gibt. Da soll noch dieses Jahr ein Modell rauskommen, und darauf werde ich mich stürzen.

Damon: Ich fahre einen Tesla.

Ist die Beziehung zwischen Männern und Autos eine besondere?

Bale: Nicht nur zwischen Männern und Autos, auch zwischen Frauen und Autos. Meine Ehefrau ist die viel bessere Fahrerin. Sie hat mich in „Batman“-Filmen als Stuntfahrerin durch Gotham City gejagt. Sie saß in einem der Polizeiautos. Tief im Menschen steckt der Wunsch nach Geschwindigkeit – und dabei geht es immer darum, die Kontrolle über Maschinen zu behalten. Diese Rennautos sind Monster. Sie zu steuern ist so, als würdest du einen verdammten Drachen reiten wollen.

Damon: Der Rennsport damals war verrückt: Die Fahrer waren mit 230 Meilen pro Stunde unterwegs. Aber was sie nicht wussten, war, ob die Bremsen in der nächsten Kurve funktionierten. Die waren damals der schwächste Teil des Autos.

Haben Sie es genossen, in den legendären Rennautos Platz zu nehmen?

Damon: Um ehrlich zu sein: Wir haben nur in Nachbildungen gehockt, da waren nicht mal Motoren drin.

Bale: Die echten GT 40 stehen im Museum und sind so ungefähr 20 Millionen Dollar wert. Die hätte uns niemand fahren lassen.

Die Konkurrenz zwischen den Rennfahrern in Ihrem Film ist groß. Ist Wettbewerb etwas Konstruktives oder eine zerstörerische Kraft?

Bale: In dem Film geht es ja zuerst um die Kooperation zwischen dem legendären Ingenieur Carroll Shelby und dem ebenso legendären Rennfahrer Ken Miles.

Damon: Mich hat die Geschichte daran erinnert, wie ein Film entsteht. Da sind dieselben Dynamiken im Spiel: auf der einen Seite die kreativen Kräfte und auf der anderen Konzerne – bei uns sind es die Filmstudios. Und zwischen beiden besteht eine ständige Reibung.

Haben Sie Angst, dass es Filme wie diesen in Hollywood bald nicht mehr geben wird?

Damon: Auf jeden Fall. Aber das sind keine Befürchtungen. Genauso sieht es heute aus. Grünes Licht geben die Studios nur noch für simple Geschichten – Superheldenstorys eben. Gute Jungs gegen böse Jungs. Die kämpfen dreimal gegeneinander, und zweimal gewinnen die Guten. Und alle essen Popcorn.

Was reizt Sie denn am Schauspielerberuf, wenn es schon keine Superheldenfilme sind?

Bale: Dass man seinen Wahnsinn ausleben kann bis zu einem Grad, bei dem man andernorts schon mal nach dem Gesundheitszustand fragen würde. Das ist wie bei Kindern, nur dass Mama dich zum Abendessen reinruft.

Damon: Da werden ganze Welten um dich herumgebaut, und alle finden das völlig normal.

Schauen Sie sich Ihre Filme mit Ihren Kindern an?

Bale: Meine Kinder haben lange überhaupt keinen meiner Filme gesehen. Meine Tochter ist mal zufällig auf den Western „Feinde – Hostiles“ gestoßen. Ich ging fest davon aus, dass sie mich loben würde, mein Herz ging auf. Alles, was sie sagte, war: „Das war so langweilig.“

Damon: Meine Tochter wollte unbedingt den „Marsianer“ sehen, weil andere Mädchen den in der Schule gesehen hatten. Ich hatte erst gewisse Bedenken, schließlich bohrt sich da eine Antenne in meinen Bauch. Kürzlich wollte ich ihr dann „Good Will Hunting“ zeigen. Da wollte sie partout nicht.

Sind Sie jemals auf der deutschen Autobahn ohne Geschwindigkeitsgrenze gefahren?

Damon: Ja.

Bale: Ja.

Und?

Bale: Das war völlig anders als alles, was ich kannte. Aber eine Sache hat mich wirklich überrascht: dass die Deutschen so gesittet fahren und nicht das Gaspedal bis zum Boden durchtreten. Ich nehme an, dass die Einzigen, die auf der deutschen Autobahn verrückt spielen, die Touristen sind, weil die sonst nirgendwo rasen dürfen.

Von Stefan Stosch/RND

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