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Politik Wie ein sehr höflicher Brite Boris Johnson aus seiner Stadt schickt
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10:59 06.09.2019
Bleibt noch: Der britische Premier Boris Johnson. Quelle: imago images / ZUMA Press
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Yorkshire

Auch Großbritannien hat seinen Anteil an Wutbürgern. Das musste Premierminister Boris Johnson erfahren, als er sich mitten im Brexit-Chaos zu einem Besuch in Yorkshire aufmachte und dort auf das Volk traf, das er aus der Europäischen Union führen will. „Sie sollten in Brüssel sein und verhandeln“, rief ihm ein aufgebrachter Mann in Morley bei Leeds entgegen. „Sie spielen Spielchen!“

Doch es ist eine andere Begegnung, die in den sozialen Netzwerken viral geht, weil sie britische Wut und britische Manieren in nur drei Sekunden in Perfektion zusammenfasst. Ein Mann geht auf Johnson zu, schüttelt ihm die Hand und sagt in vollendeter Höflichkeit: „Please leave my town.“ („Verlassen Sie bitte meine Stadt.“) Johnson antwortet: „I will, very soon“ („Das tue ich auch, sehr bald.“) Der Bürger klopft dem Premier noch auf die Schulter, dann war es das.

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Verachtung wird am besten eiskalt und mit einem Lächeln serviert. In Yorkshire wissen sie das.

Und das Hashtag #pleaseleavemytown geht durch die Decke. Der Mann bekommt viel Zuspruch:

Diese Twitter-Nutzerin schreibt, der Tag gehöre den Menschen aus Yorkshire.

Und er ist sich sicher, dass alle auf genau dieses Hashtag im Zusammenhang mit Boris Johnson gewartet hätten.

Zudem hat die Begegnung so viel Rhythmus, dass es nur noch eine Frage von Stunden ist, bis jemand einen Beat darunterlegt und damit groß rauskommt.

Von Jan Sternberg/RND