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Politik Wer sind die Krawallmacher in U-Haft?
Nachrichten Politik Wer sind die Krawallmacher in U-Haft?
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15:45 28.08.2017
Vor allem im Schanzenviertel randalierten Linksradikale. Sie zündeten Autos an, bewarfen Polizisten mit Steinen. Quelle: imago
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Hamburg

Nach den G20-Krawallen im Juli in Hamburg sitzen noch 32 Angeklagte in Untersuchungshaft. Einer von ihnen steht seit diesem Montag vor Gericht, der 21-Jährige aus den Niederlanden soll nach Beendigung der Demonstration „Welcome to Hell“ zwei Flaschen auf Polizisten geworfen und sich dann gegen seine Festnahme gewehrt haben.

Aber wer sind die anderen Krawallmacher in U-Haft? Wie die Hamburger Staatsanwaltschaft dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mitteilte, ist keine Frau unter den 32 Beschuldigten. Die Männer stammen aus Italien, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, Spanien, Russland, Frankreich, der Tschechischen Republik, Polen, Ungarn, dem Senegal und Deutschland. Der Jüngste ist demnach 19, der Älteste 40 Jahre alt. Den festgenommenen Personen wird unter anderem schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung vorgeworfen.

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Lasergerät auf Hubschrauber gerichtet

Der schlimmster Fall: Gegen einen 27-jährigen Deutschen erging Haftbefehl wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Ihm wird vorgeworfen, aus dem Fenster einer Dachgeschosswohnung ein Lasergerät auf einen Polizeihubschrauber gerichtet und den Piloten dadurch stark geblendet zu haben.

Am Dienstag beginnt der Prozess gegen einen Polen, der auf dem Weg zu einer Demonstration in seinem Rucksack sechs Feuerwerkskörper, ein in Deutschland nicht zugelassenes Reizstoffsprühgerät, zwei Glasmurmeln, die als mögliche Wurfgeschosse für eine Zwille dienen können, und eine Taucherbrille zum Schutz vor Wasserwerfern und Reizgas mitgeführt hatte. Laut Staatsanwaltschaft wird ihm ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz vorgeworfen.

Von Anne Grüneberg/RND

28.08.2017
28.08.2017
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