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Nachrichten Politik Weniger Zulauf bei Beratungsstelle für Islamisten
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11:13 27.07.2019
Koran-Verteilaktion «Lies!» 2015 in Frankfurt am Main. Quelle: Boris Roessler/dpa
Berlin

Im Netzwerk der Beratungsstelle „Radikalisierung“ des Nürnberger Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) wurden bisher rund 2.700 Fälle bearbeitet – mit zuletzt fallender Tendenz. Das teilte eine Sprecherin des Amtes dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit.

Seit Beginn der Tätigkeit der Beratungsstelle im Jahr 2012 seien bei der Hotline knapp 4.400 Anrufe eingegangen, sagte sie. Von 2012 bis 2015 hätten sich die Zahlen vervierfacht und seien 2016 und 2017 auf einem vergleichbar hohen Niveau konstant geblieben. In der ersten Hälfte des Jahres 2019 habe die Beratungsstelle „Radikalisierung“ dann knapp 120 Anrufe entgegengenommen. Damit habe sich ihre Zahl „annähernd auf einem Niveau wie vor den Terroranschlägen in Ansbach und Würzburg eingependelt“; sie fanden im Sommer 2016 statt.

Fälle werden komplexer

Unter der Nummer der Beratungsstelle können sich Menschen melden, deren Familienangehörige oder Freunde in die islamistische Szene abgerutscht sind und die Sorge vor einer weiteren Radikalisierung haben. Gleiches gilt für Menschen, deren Familienangehörige oder Freunde etwa nach Syrien oder in den Irak ausgereist sind. Die Fälle werden von Nürnberg dann an ein bundesweites Netz von neun zivilgesellschaftlichen Beratungsstellen überwiesen, die die eigentliche Arbeit übernehmen und da, wo möglich, auch Kontakt zu den Betroffenen herzustellen versuchen.

Die Bamf-Sprecherin sagte, der Trend zeige, dass die Fälle teilweise komplexer geworden seien, zum Beispiel aufgrund psychischer Schwierigkeiten. Dies gehe einher mit einer gesteigerten Betreuungsintensität auf Seiten der Beratungsstellen.

Lesen Sie hier: Das Porträt einer Beraterin

Von Markus Decker/RND

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