Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Weiterbildung: Union will mehr finanzielle Anreize
Nachrichten Politik Weiterbildung: Union will mehr finanzielle Anreize
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:01 24.09.2019
Eine Teilnehmerin arbeitet in Berlin bei einem Programmierkurs an einem Laptop. Quelle: Britta Pedersen/zb/dpa
Anzeige
Berlin

Die Union will die steuerliche Absetzbarkeit von Weiterbildungskosten verbessern. „Für Arbeitnehmer sollen Weiterbildungskosten noch stärker als bisher berücksichtigt werden“, heißt es in einem Positionspapier aus der Unionsfraktion im Bundestag, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach soll die Abzugsfähigkeit bei den Werbungskosten verstärkt werden: „Des Weiteren wollen wir über Bildungssparen die Finanzierbarkeit der Weiterbildung besser unterstützen.“

Lesen Sie auch: Mehr als die Hälfte der Erwachsenen nimmt an Weiterbildungen teil

Anzeige

Das fordern die Unionspolitiker im Detail

Autoren des Papiers sind die beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer und Stephan Albani. Sie fordern unter anderem, dass Zuschüsse des Arbeitgebers zur Weiterbildung künftig „generell dann keinen Lohn oder geldwerten Vorteil darstellen, wenn sie der allgemeinen Beschäftigungsfähigkeit dienen“. Zudem soll das so genannte Aufstiegs-Bafög erhöht werden. Aktuell werden damit anfallende Gebühren bei Fortbildungen bis zu einer Höhe von maximal 15.000 Euro erfasst. 40 Prozent der Förderung gibt es als Zuschuss, den Rest als zinsgünstiges Darlehen. Schummer und Albani plädieren dafür, den Zuschussanteil von 40 auf 50 Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus müsse der Darlehensanteil zinslos gestellt werden.

Eine weitere Forderung bezieht sich auf Weiterbildungen an Fernhochschulen. Vertragsabschlüsse in diesem Bereich müssten jedoch schriftlich erfolgen. „Es sollte geprüft werden, ob das Schriftformerfordernis abgeschafft werden kann“, heißt es in dem Positionspapier. Ziel müsse es sein, Vertragsabschlüsse zu erleichtern und Verbraucherschutz zu gewährleisten.

Lesen Sie auch: Gegen drohende Krise: Heil baut mit „Arbeit-von-morgen-Gesetz” vor

Von Rasmus Buchsteiner/RND